14L September 1531.
Handlungen, gefarlich und beschwärtich fürnernen zum höchsteri misffellig sind, nnser .zur früntlich hochgeflisse"bitt und begär, (ir) wellind discin unserm warhaftigen und beständigen bericht glonben geben, und ob der Handelanders dann wie hierin gemäldct, erschallen, fürgehalien oder ußgeben war oder ivnrd, dasselbig für unwar-hnftig und uns zuo unbillichem Nachteil und Verunglimpfung crdicht und gestift achten und halten. Wir bittendund erforderen!) ouch üch alle sanipt und sunders zum trungenlichesten, und mit uamcn die, so uns mit pündte»,chrijtcriliche<z burgrcchtcn oder andern friintlichcn verstäninussen zuogethon sind, ir ivellind uns also hiemit frnnt-lich entschuldiget und vcrantwurt haben. Und ob uns überdiß unser ccrlich und früntlich ivilligen, vcrantwurtenund erbieten etivas unfrüntlichs von jemandem (das wir doch nit hoffend) gewaltiger wpß zuogesnocht werdenwölte, daß ir dann üwcr» früntlich gctrüw zuosehen zuo uns haben und uns umb Gois und sincr ceren undrvarheit, ouch der gerechtigkeit willen trostlich, hilflich und beraten sin, ouch zuo erlaugung der billigkcit hand-haben, schirmen und uns nützit unbillichs hierob angestatte» lassen, sundcr üch so früntlich, geirüw und »stechthierin gegen uns bcwrffen und erzeigen und so trostlich zuo uns setzen wcllind, als ir deß von göttlicher ceren,ouch gemeiner Eidguoschaft wolfart, deßglychen ouch unserer pündtcn, verständtnussen und christenlichen burg-rechtcn (deren wir üch hiemit zum ernstlichesten ermanct haben wellen) schuldig und wir Höchen vertruwcns z>wüch sind, der vertrnwtcn stpfen und ungezwpfcltcn hoffnnng, ir unser lieb nnderthoncn sölich obaugczcigt schand,schmach, vcrachtnng und durchnchtnug unsers glonbcnS, göttlichS worts nnd ander Unbilligkeiten, uns wider (die)pündt und den landsfriden zuogcsüegt, üch glych als ivol und nit minder dann uns leid und angelegen sin lasse»,»nd als gehorsam lüt üwcr vorgethon zuosngcn und erbieten, was joch ußgiengc, ccrlich nnd redlich an unsleisten, vollstrecken und halten, darneben üch ouch zuo »us, üwcrn Herren und oberen, nützid anders dann »llerecren, fründschaft, trüiv, liebe und guots, und daß wir üch (als billich), was üch not anstieße, nit verlasse»wurdind, aller dingen ungczwrfflet getrosten wcrdind, dicrvyl wir doch nützid cigennützigs, sunder allein Gottesund darnach gemeiner Eidguoschaft, ouch unser statt »nd lands, nnd üwcr aller ccr, lob, nutz und wolfart suochend.Deß wir uns darneben ouch offcnlich vor Gott und aller ecrbarkcit protestiert und bezögt habe», sittenmal wiralles, das uns durch die bidcrbcn schidlüt angeinuotet worden, gethon, inen früntlich gewillfnaret und billicherzimblicher dingen an uns nützit crwindcn lassen haben; dargegcn aber gedacht unser Eidgnossen von den flwfOrten das alles abgeschlagen und sich kcins billichen wpsen, sundcr uff irem uubillicheu fttrneinen verharren,und iucn sechs nid acht fräste niuotwillcr und üppige schänder lieber sin lasse» wellen, dann sechs fromme stellder Eidtgnoschaft; ob dann ncißwas wpterer unfrüntschaft, treunnug, cmpörnng, bcschwärd, schaden oder »nrat(daruor Gott spe), deß wir ouch unsreS teils in keinen wäg gcsinnet sind, hicruß folgen soll, daß wir darannit schuldig noch verdacht sin, sundcr sölichS billich denen zuoincssen wellend, die mit iren frästen unbillichc»schmächlichen gefarlichcn und untrüwcn Handlungen offenen srid »nd pundtsbrüchen hierzuo nrsach geben »»deiner frommen Eidtgnoschaft »it baß gcwellen Hand. Mit gar fründtlicher ernstgeflißner bitt, (daß) ir dißunsers srüntlichcn entschnldigens pngcdent, üch onch darncbent uns zuo sründtlichen nachpürlichen rvillen, liedr,trüiv nno gunst allzpt besolhen jin lassen. Das wellend wir in glpcher trüw und fründtlicher rvolrneinnoöganz geneigten gcmüets umb üch nit sanipt und snndcrs allzpt günstiklich und mit guotem rvillen habenbeschnldc». Ußgangen und geben zuo Zürich, Sarnbstags des uüntcu tags Hcrbstmouats Anno M. D. wj-"
St. A. Zürich. A. II. Capp. Krieg. (IL BN. N. Fol.) — Stadibibl. Zürich: Simmlcr'schc Sammlung, Vd. 2i>.
Das Coueept, durchaus von Beyclls Hand, findet sich in der Aetensanunlung II. Eappelerkrieg; ein-Mitwirkung Zrvingli's zu diesem Erlasse ist aus den uns bekannt gewordenen Acten nicht ersichtlich.