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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Januar 1531.

halten, als frommscns Eidgnossen billich gegen einander» thuon söltcn, nnd wir dcß zuo beider sit gegen ein-ander» schuldig wärent, wissent auch nit anders und getruwent, es könne mit warheit niemant anders sagen,dann daß wir vorhnr allwcg die pündt, onch sider dem nächsten nfruor den landsfridcn trüwlich, redlich undfromklich gehalten habent und fnrcr bcgcrtcn zuo halten, 1a soferr daß man sölichs gegen uns ouch llfrecht underberlich hielte, und wort und werk by einandcrn wären.

2. „Aber uns fünf Orten, gcmeiulich und jetlichem insundcr, sind sider dem nfgerichteu lnndsfriden so vilnnd mengerlcy beschwerdcn, ingriff, nüwcrungcn und abbrüch, so dein landsfridcn nit minder dann den geschwor-ncn pünden unglich nnd widcrig, so dick und vil begegnet, daß jctz die selben all ze erzellcn vil ze lang undvcrdrnssig zuo hören wärent.

3. „Damit mau aber nit gedenken möcht, daß wir nun unglimpf.mit leren wortcu understücndcnt zuobewegen, gezimpt nus uß notdurft, etwas darzuothuon.

4. „Es ist offenbar und zuo tagen dick anzogen und davon geredt worden, nach dem unser lieb Eid-gnosscn von Luceru jetzt uff Saut Katharinen tag vergangen sölten ein houptman gan Sant Gallen gesetzt undgeschickt hau, da aber ir, unser Eidgnosscu von Zürich, inen etwas intrag und Verhinderung gethan und in,den houptman von Lucern, nit Hand wellen lassen ufzicchcn wie von alter har, sunder etwas nüwcrung ange-fangen, ctlich nüw artikcl gestellt und vermeint, der houptman sölt den burcn schwören ?c., dcß sich unser Eid-gnosscu von Lucern beschwert und nach vil Handlung euch (üch), unser Eidgnossen von Zürich, darum zum rechtenerforderet und ermant, nach lut der geschwornen pünden ?c., daruf ir von Zürich denen von Luccrn ein langeungegrüudtse) Meinung geschriben, und in summa inen abgeschlacheu, daß ir inen nit des rechten sin welleut,alles lut der missiven; ob es not thuot, begercnt wir die zuo verhören; deshalb unser Eidgnossen von Lucernau dein end rechtlos stand und stan mücssent. Dcß beklagen und bcschwcrcut wir uns zum höchsten, daß es inunser Eidgnoschaft darzuo kom(en), daß ein Ort gegen dem andern nit zuo recht kamen mag, und man erst mitnüwen jnristcn fünden nnderstat, unser pündt und den landsfridcn dahin ze bücken nnd zno glossieren, daß mannit schuldig sige, und die pünd und landsfridcn Vermögens nit, daß man uns eins rechten soll sin ze. Sölicherjnristcn und gschwinden glossen sind üwcr und unser vorderen nnd die frommen alten Eidgnossen wol gegeneinandern vertragen gstn; es ist ouch zuo iren ziten baß gestanden, dann es leider jetzt stnt.

5. „Des glichen und in sölichem fal hnbcut unser lieb Eidgnossen von Schweiz gegen etlichem Ort derEidgnoschaft (Glarus!) umb etwas beschwerd und unbillikeit, so inen begegnet, ouch gehandelt, sy zum rechtennach lut der geschwornen pünden erfordert und ermant ?c., aber je nach langer und vil Handlung ist unserenEidgnossen von Schwyz das recht ouch abgeschlacheu, mögen nit zuo recht kamen, mücssent also recht lau stan*).

6. „Wo ist das jemer erhört worden in einer Eidgnoschaft, ob glich wol ir unser Eidgnossen von Zürichuß Ursachen vermeinten, des rechten nit ze gestatten schuldig sin, gezimpt doch euch nit, daß ir nmb üwer ver-meint Ursachen, ob die guuogsam oder nit, selber richter speut, sunder käment deß billich zum rechten nnd für dierichtcr lut der geschwornen pünden; hellen ir dann vil Ursachen und rechts, des gnusscut ir billich; aber selbssächer und richter sin, und das und kein anders w., das ist hert und unlidcnlich zuo tragen; wie das den pündenund dem landsfridcn gemäß, das gebeut wir Gott und der welt zuo erkennen.

7. „So wüssent ir, wie zum dickermal zuo tagen und besunder jetzt uff letstem tag zuo Baden davongcredt und gehandlct, als von wegen wo wir Eidgnossen in den vogtpcn mit einander» ze hcrschen nnd zeregieren Hand, was dann nnder uns den Orten, denen dann jede oberkeit an den enden zuostat, umb fachenzitlich ding, lib und guot und ander Händel bcrücrent, das mer wurd, daß es bp dem selben mer blibe» unddem statt geschechen soll ?c., und nit daß ein Ort oder der mindertheil ein anders fürnem und handlote, demmeren widerwertig; dann wo ein mers nit mag ein mers bliben,«wie köudcn nnd möchten wir mit einandcrnhcrschen und regieren, so wärent doch unser pündt und der landsfridcn unnütz nnd vergebens gemacht; es wär

Lucern (richtig)! rechtlos stan.