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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1528,

aber die Bote» der IV Orte auf der Jahrrechnung zu Baden bewilligt haben, die von Appenzell gütlich anzwhören und mit ihnen zu handeln („merkten"), wolle er gewärtigen, was sie ihm bieten, und den Zehnten aufeine bestimmte Summe veranschlagen, damit nicht jedes Jahr die Hälfte abgemarktet oder abgebrochen oder seinRecht noch mehr verkürzt werde; er wolle auch eine billige Summe auf einen geziemenden Widerkauf stellen,3, Die Anwälte von Appenzell erwidern, sie seien über des Abtes hohes Gebot"') erschrocken, und wenn er beiseinem Anschlag beharrte, so hätten sie „wenig Befehl", mit ihm zu handeln; sie hoffen aber, es sei ihm damitnicht ernst, sondern er bedenke sich besser und berücksichtige, was ihre Aeltern seinen Vorfahren in der Abtei etwadafür gegeben haben, was der Hauptsnmme bei Weitem nicht entspreche; wenn er keine andere Meinung eröffne,so dürfen sie solches nicht heimbringen; ja sie besorgen, daß es ihm bei den aufrührischen Leuten, wenn sie davonhörten, großen Nachtheil brächte, da sie eben viele haben, die das nicht verstehen würden. Darum bitten sienochmals, das einzelne Viertel Haber um ein billiges Geld zu veranschlagen; dann hoffen sie das Geschäft zugutem Ende zu bringen, w. 4. Hierauf, und nach weiterem Wortwechsel, fordert der Abt für ein Viertel Habereinen Schilling Pfenning, bei welchem Anschlag er ohne Wanken bleiben zu wollen erklärt, mit dem Begehren,es wohl zu würdigen, daß er eine ewige unablösliche Gült so niedrig schätze und die Ablösung gestatte; für dieSumme biete er zwei Losungen an, welche Vorschläge""") die Anwälte annehmen oder heimbringen mögen, woraufer dann ihre Antwort erwarte, 5, Die Anwälte von Appenzell erklären, es falle ihnen schwer, daß der Abt dieSache so festgesetzt und sich nicht davon abbringen lasse; sie wollen jetzt aber, mit Rücksicht auf seine vielfältigenZusagen, seine Anträge an ihre Obern gelangen lassen und geben sich der Hoffnung hin, daß der Kauf beschlossenwerde; sie erneuern auch ihre Versicherungen, nach besten Kräften dahin zu wirken, um die gute Nachbarschaftzu erhalten.

S7T.

Areiömg. 1528, c. 1. September.

Staatsarchiv Bern: Jnstructionsbuch 202 b.

Die Boten von B e r n — Wilhelm von Dießbach, Jacob Wagner, Wilhelm Zielt und Hans Huberhalten den folgenden Vortrag: 1. Auf dem letzten Tag zu Peterlingenseien die Botschaften von beiden Städtenerschienen, desgleichen die von Genf, um ihre Briefe zu zeigen; da hingegen der Herzog von Savoyen jenen Tagnicht habe besuchen wollen, so erachte Bern für fruchtbar, gemeinsam zu rathschlagen, was zu endlicher Entscheidungdes Handels dienlich sein möchte, damit die beiden Städte zur Ruhe kämen, 2, Es habe räthlich gefunden, daßdes Herzogs Boten seine Briefe betreffend das Vidomat dahin (nach Freibnrg?) tragen und in Abwesenheit derGenfer prüfen lassen; sie haben es jedoch abgeschlagen, mit der Angabe, daß sie dieselben jetzt nicht bei sich haben,und erklärt, sie werden den Tag nicht besuchen und begehren Frist, um die Briefe zusammenzubringen und dannden beiden Städten vorzulegen, aber nicht in der Meinung, daß diese einen rechtlichen Spruch darüber zu gebenhätten; darauf seien sie weggeritten, 3. Wegen der Gefangenen von Gex soll dahin gewirkt werden, daß dnGenfer sie gegen genügende Bürgschaft für Leib und Gut ledig lassen, so nämlich daß sie sich (jederzeit) in der

") Der Text gibt keine Summe an.

") Auch über diese ist nichts Näheres gesagt.Näheres gibt Note 9.