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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Mai 1528,

sin sollen, so bitten wir doch ü, g. als ein geistlichen prelaten umb gottes und sins hl. worts eer willen, ir wollenuns nochmals nß obermelter göttlicher schrift berichten, daß unser gloub, leer und leben göttlichem wort nit gemäßund glichförmig sig, mit erbietung wie obstat, oder ob das uß andren Ursache» beschechen wäre, uns (das) an-zezeigen. Wa aber das nit beschäche, daß ir uns dann nit sündren noch (von) unser gerechtigkeit usschließen füllen.Es ist ouch hiemit unser will und ernstliche Meinung, daß ir die biderben lüt üwers gotshus, under unser houpt-manschaft gesessen, geistlich noch weltlich, in fachen des gloubcns, und die ir fürnemen, leer und leben mit hl.biblischer schrift alts und nüms testaments verantwurten und erhalten mögen, weder pinlich noch bürgerlich strafenfüllen; dann wo das beschechen, und wir von den gotshusliiten gemeinlich oder sonderlich angeniest werden sollten,so möchten wir doch als ein cristenliche oberkeit nit lassen, wir müeßten uß dem geheiß gottes und in vermögunser verwandtnuß inen trostliche hilf, rat und bystand, so wyt sich uns gebürte, erzöigen, damit sy sölicherunbillicher strafen über(hoben) und vertragen bliben möchten. Wa sich aber die bemeldten gotshuslüt in üsscrlichenfachen, den glauben und wort gottes nit belangend, ongehorsam erzöigen, gegen denselbigen wollen wir handle»und darob sin, daß sp zuo gehorsam gebracht wurden, wie sich uns gebärt und die verwandtnuß unser houpt-manschaft vermag. Darumb wölle sich ü. g. hierin so cristenlich und güetlich erzöigen, als unser vertruwen (zuoäch) stat, erbieten wir uns mit ganzem willen zuo verdienen, und wiewol wir uns (eins abschlags by üch ver-sechen, so begeren wir doch üwer verschribcn antwurt by disem unserm Kotten, uns darnach wissen ze richten."

St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen: Concept.

Einen Auszug dieser Missive gibt H. G. Sulzberger in den „Mittheilungen zur vaterländischen Geschichte,vom histor. Verein in St. Gallen", (I. Folge), III. p. 24—25. Zunächst veranlaßt war sie durch eine Klagschrift desChristoph Landenberger, Caplan zu Oberbären, d.d. I.Mai (gedruckt in Zwingli's Werken VIII. 17V—173).

2) 1528, 7. Mai (Donstag nach Phil. ». Jacobs T.), Wyl. Abt Franz an Zürich. Antwort auf dessenKlage über Bestrafung und Bedrohung von Predigern w. Die habe ihn nicht wenig beschwert; weil aber dasalles in der Eile nicht zu „verantworten" und er gegenwärtig mit Rüthen nicht wohl verfaßt sei, so wolle er sichspäter darüber bedenken und dann eine Antwort senden, welche Zürich, wie er hoffe, nicht mißfallen werde, ?e.

St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen.

3) 1523, 16. Mai (Samstag nach Cantate). Glarus an Zürich. Der Hauptmann zn St. Gallen habemündlich angezeigt, wie etliche Gotteshausleute, die von dem Abt (resp. dem Hauptmann) gestraft worden, inZürich geklagt, als wäre ihnen Unrecht geschehen, und damit Glauben gefunden haben, worauf Zürich dem Abtgeschrieben habe; weil er im Namen der IV Orte Hauptmann sei, so hätte er vermeint, es sollte Zürich ihnzuerst verhören, indem er nichts gethan, das er vor den IV Orten nicht wohl zu verantworten hoffe; er möchtewünschen, nicht derart verunglimpft, verachtet und verschupft zu werden. Dies melde man in der Zuversicht, daßZürich das Beste handeln werde. St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen.

SS».

Meggenried. 1528, 22. Mai (Freitag nach der Auffahrt).

Staatsarchiv Lucern: Allg. Abschied- II. s. t. 47K.

(Tag der IV Waldstätte).

Dieser Tag wurde angesetzt, um die heimlichen Pensionen abzuschaffen; Zug aber, das nicht erscheine»konnte, schreibt, man solle mit Uri unterhandeln, daß es die Zwietracht und Unruhe in seinem Lande beseitige-Es wird nun beschlossen, nach Uri zu schreiben, daß es sobald möglich eine Landsgemeinde versammle und denTag nach Schwpz melde, damit Letzteres die andern drei Orte auch dazu berufen könne. I». Schwpz macht dieAnzeige, daß in seinem Gebiet ein Haus und eine Scheuer abgebrannt, und daß Einer mit einer Büchse gesehenworden und einige Andere herumgestrichen seien, „schier den Heiden gleich". Heimzubringen, auf daß jedesdenselben auflaure. e. Heimzubringen die Anzeige, daß Einige aus der Schweudi sich unterstehen, Knechte hinweg'znführen, was in diesen mißlichen Zeiten unmöglich gestattet werden kann.