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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Januar 1526.

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weist jeder boit, was unser Eidgnosscn von Solothurn lwtt ir eigen lüten halb, bcrüerend unser Eidgnossen vonBasel, anzogen und was man denen von Basel in ircn abschcid geben hat, sollen die von Basel nf nächstem tagzu Baden darumb antwurt geben."

Zu ll. Ucbcr die Sachlage geben folgende Acten, die sich sämtlich im Staatsarchiv Lucern bestndcn(Missiven), die nöthige Auskunft:

1) 1526, 18. Januar (Donstag nach Antonii). Hans Vurrach, Vogt zu Luggnris, an die Bolen derXII Orte. In den letzten Tagen seien' 3- 4 Fähnchen Spanier nach Domo gekommen, wo sie Stadt und Schloßerobert und besetzt und sich dann »ach Pallanza und Jntra gewendet haben; was sie weiter vorhaben, wisse ernicht. Da nun die Hälfte der Besatzung im Schlosse L. heimgcmahnt worden und der Nest schwach sc,, so habeer mit Beirath des Vogtes im Maicnthnl und Vogt Blätteki's von Uri einige Knechte ins Schloß genommen,die er auch behalten ivolle, bis er weitern Bescheid oder beruhigende Nachricht empfange.

2) 1526, 22. Januar (St. Vincenz), NachtS. Vogt Blättli und Michel Schüeli, Commissar zu Bellcnz,an Landammann und Rath in Uri. Mitthcilung obigen Schreibens zc. Ferner vernehmen sie von Kundschaften,die sie nach Como und Mailand geschickt, daß ein Theil der Spanier nach Gallcra, ein anderer nach Cantugezogen, ihre Absicht aber noch unbekannt sei; wohl höre man von verschiedenen (unklar gehaltene») Drohungengegen die Eidgenossen, zc.

») 1526, 22. Januar (Montag nach S. Sebastians T>). Hans Burrach, Vogt zu Luggaris, an die Botender XII Orte. Die Spanier liegen noch immer zu Jntra und Pallanza, wie er früher geschrieben; daneben höreer, daß der Haufe, der zu Crcmona (Carmuncn) und Mailand gelegen, nach Gnllarate und der Umgegend ziehen,und daß sich dann alle zu Varesc sammeln wollen. Zum dritten Mal habe er heimlich Boten ausgeschickt, abernoch nicht erfahren können, was beabsichtigt werde; doch erhalte sich das Gerücht, das ein Biedermann von^nresebestätige, daß die Spanier diese Landschaft überfallen wollen. Da nun das Schloß mit Mannschaft und Vor-räthcn schlecht verschen sei, so wisse er nicht, was er thnn solle, indem er die großen Kosten fürchte, wetzhalb erden letzthin geworbenen watschen Knechten wieder Urlaub gegeben, da er deutsche Knechte vorziehe;dann ^wälschen das böser wetten, so möchten si den tütscheu obligcn und müeßtcn wir thuon was st) wellte»" . . . Bitteum Antwort.

4) 1526, 23. Januar, 4 Uhr Nachts, Bellinzonn. Jost Blättcli und Michel Schüeli an Uri. Sic vernehmen,wie die Spanier und die Landsknechte gegen Gallarnte und Varesc und den See heranziehen^ auch Schiffe fürsie gerüstet werden, und ihr Anschlag Lauis, Luggaris und Bellcnz gelte. . . ^ie, B. und S., stellen nun derObrigkeit nnhcim, was hierin zu thun sei; sie haben indessen die Vögte gewarnt, damit sie sich rüsten. Hienac)bitten sie um Bescheid, zc. zc.

5) 1526, 23. Januar, Nachm. Caspar Staldcr, Landvogt zu Lauis, an Michel Schüeli, Vogt zu Bellenz,und Vogt Blättcli. Er habe gewisse Nachricht, daß die Spanier in dieser Nacht nach Varesc kommen wollen,und der Haufe in Cantu verstärkt worden sei; auch gehe ganz allgemein die Sage, daß sie diese Landschaftenangreifen wollen; ihrem Drohen (brögen") nach sei ihnen gar nicht zu trauen, zumal sie (immer) nnt Listen »'»gehen;ferner verlaute, sie haben Pallanza und Jntra geplündert. Da die Umstände besorglich seien, so schicke er Späher»ach Varese -c. und werde schleunig berichten, wnS er erfahre; er möchte aber wünschen, hier einen Zust^ 5»haben, da er sonst einen Angriff ohne großen Schaden nicht abwehre» könnte. Bitte, diesen (beigelegten) ^rieseilends hinaus von Ort zu Ort zu schicken.

6) 1526, 26. Januar. Uri an Lucern. Mitthcilung der Missiven von den Vögten zu Lauis und Luggaris.Da die Umstände dringend seien, so erachte man für nothwendig, auf den Ernstfall unter den »«chste» Orten zuverabreden, wie man in der Eile sich vorsehen und die versprochene Hülfe leisten könnte. Dcßhalb habe man ansnächsten Montag (26. Jan.) einen Tag in Lucern angesetzt, und bitte man, in der Sache rnthen und handelnzu helfen, da man den Tag auch an Schwpz, Untcrwalden und Zug verkündet habe. . .

7) 1526, 26. Januar. Uri an Schwpz. Mittheilung der Schreiben aus Bellcnz -c. Wiewohl man de.»Boten besohlen, diese Schriften nach Bern oder Baden zu trage», sei doch nicht zu hoffen, daß in der Sache