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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mai 1530.

weigeren noch üsseren um kein fach on tapfer redlich Ursachen, als krankheit und derglichen; solich predig sollouch mit offner kilchthür geschechen, damit ander lüt das auch hören mögend, auch by obgemeldtcr buoß.

3.Zun? dritteil wöllen wir, daß keine die andern von des gloubcns wegen (ob Gott einer mer und cegnad verliche dann der ander??) hassen (sölle).

4.Zun? vierten wöllen wir, daß keine mer spile by der buoß, so unser Herren von Zürich gesetzt Hand.

5.Wyter so wöllen wir inen umb ein cristcnlichcn predicanten helfen; demselben söllen si zimliche under-haltung gebe??.

6.Wir haben inen onch iren alten Hofmeister und schaffner, Hailsci? Scharfer genannt, wider znoge-ordnct; der hat gelobt an eids statt, sin best(s) zuo thuo??, des klosters nutz u??d fron?n?c>l (zuo) fördern, sinschade?? zuo lveilde??; sölicheu hofineifter oder schaffner söllei? si erhalten; er soll ouch tags einen schlösse! zun?klostcr haben.

7.Und haben hieinit den Schultheißen und Rath von Dießenhofen, deßgelychcn die klosterfrowen ge-betten, daß si allen alten Unwillen, so si gegen einander getragen und noch tröegind, vergessend und hinlegind,ouch daß gedachter Schultheiß die zuorcd, so von einer frowcn beschcchen, i?? der (güctc?) abweg thüe.

8.Und als die priorin, subpriorin u??d schaffnerin sich geössert, und wir inen früntlich znogeschriben,haben si nit lvöllen kon?n?e>?, bis die acht Ort einmüetig syen. Dieivyl dann von «löten ist, daß man solicheamptcr wideruinb besetzen, und wir dasselbig geratschlagt, haben si uns erbcttcn, inen dry ivochen zuo vergönnen,guotcr hoffilnilg, die dry amtsrowen koiilinend lvider; hiezwüschen ivöllen si die äinter init statthatten? verstehen;habe?? wir inen solichs vergrämt mit dem airhang, wo sy in den dry wochen nit kommen und das, so si hinweg(gefüert) Hand, mit inen bringend, söllen si die ainter besetzen.

ö.Solichs alles haben wir obgemeldter dryer Orten ratsbotten bis zuo besserling und ändcrnng unsererHerren und oben? gesetzt und angesehen, ?c." (Datum).

St. A. ^'eru: Absch. LO. 401403. St. A. Lucern: A. NeligiouShnndel (Copte von Zur Gilgeu.)

4) 1530, 27. Mai (Freitag nach der Auffahrt). Schultheiß und Rath von Dießenhofen an Zwingli.Nachdem die Boten von Zürich, Bern und Glarus heute i»? hiesigen Kloster eine Reformation gemacht unddabei verfügt haben, daß ein christlicher Priidicnnt dahin gesetzt werden solle; da in»? deßhalb in den zwei ge-haltenen Synoden geredet worden, so bitte man, dessen eingedenk zu sein und dahin zu wirken, daß die Stadt,als ii? deren hohen und nieder» Gerichten das Kloster liege, einen Prädicanten verordnen dürfe; sie werdeeinen erwählen, über den sich niemand beklagen könne; wäre er aber nicht tauglich, so wolle man sich weisenlassen ... St. A. Zürich: Zwingli-Schriste»,

330.

Freilmrg. 1530, 27. Mai.

Kantonsarchiv Freibnrg: Acten Eavoyen.

Auf den Vortrag der herzoglich savoyischen Gesandten geben kleine und große Räthe folgende Antwort:1. Die drei ersten Artikel der am 7. d. M. zu Romont entworfenen Abrede wolle man unverändert annehmenund halten. 2. In Betreff der zwei letzten, nämlich des mcxlu« vivonili, gedenke man sich so zu halten,daß die Gesandten sehen werden, wie sehr man gute Nachbarschaft und Frieden wünsche*). 3. Um zu beweisen,

*) Das Original sagt etwas unklar:Item lost) doux dorniorst) artioles, eonoornant lo modo <Zo vivro, on vouliuitaeoeptor los trois primiorst), mosditst) soiAnours do lkribonrA rossardoront laut do eeutx clonx clorniorst) gno dautrospaar Irion vivro ot voisinor on paix, on kairo dos artioles guo lvsditss) ambassadours do monsöijrlronr do 8avc>/o ontond-ront gns mosdits ssi^nours do UrilrourA dosiront bion voisinor et vivro on paix."