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Juli 1529.
2) Vorschlag zu einem Bündniß protestantischer Reichsstädte mit den evangelischen Schweizerstädten.
„Nach geschribnem ingang, und (anzöug) warumb dis burgrecht gemacht wurd, wurden die capitula oderartikel des burgrechts begriffen also:
1. „Allediewyl der gloub und seelen seligkait in kaines menschen gezwang noch vermögen bestat, besonderain fryge unverdiente gnad und gab von gott dem Herren ist, so soll darumb jeder tail in siner oberkait handlen,das sy getruwen gegen gott und mit warer hailiger und biblischer schrift zuo verantworten, darwider such kamtail die andern betrüeben noch anfechten noch jemands auderm, wer der wäre, der sich darwider ze thuon vermäße,beholfen noch beraten sin oder das in ainich weg ze thuon gestatten.
2. „Begegnete aber ainichem tail von wegen des gloubens göttlicher und evangelischer lere oder andrerfachen halb darus fließende von jemands, wer der wäre, widerdrieß, ungnad oder begwaltigung, also daß manmit acht, bäpstlichen Processen, briefen, Mandaten oder sunst gepotten und verpotten sy besweren, ire lüt, rent,zins, gült und güetcre vorhalten, verlegen, beschädigen, sahen, oder daß man sunst st) understücnde von irenherlichaiten, liberteten, fryhaiten, gerechtigkaiten, gerichten und rechten mit der that und on recht ze spolieren undze entsetzen, in welhen weg das beschehe, so soll jedes tail das ander getrüwlich schützen, schirmen und handhabenmit nachgeschribner maßen.
3. „Nämlich, wann sich begeben, daß ainichc party oder oberkait mit jemands, der discm christcnlichenburgrechten oder verstand nit anhörig, von wegen des gloubens oder oberzclter Ursachen halb in der zyt oderdiewyl das christenlich burgrecht oder verstand wäret, zuo Unwillen oder zwaiung käme, so soll sy doch kam kriegmit dem oder denselben für sich selbs nndernemen noch ansahen, sonder zuovor und eh die ander party, (so)disem chr. bnrgrecht oder verstand ingclibt, gen N. oder in ain andere statt, so je nach gstaltsami und gelegenhaitfürgefallner Handlung zum füeglichisten und gelegncsten sin will, uf ein bcnanntlichen tag beschriben und berüefenlassen, uf welhes schriben ain jede statt ir trcffenlich ratsbotschaft mit gwalt abzefertigen gebunden sin soll,inen ir anligcn fürhaltcn, und was alsdann von den selbigen zuo guotem geraten wirt, und (dem) des sysich mit ainandcrn veraiubaren, uachkummen, folgen und gclebcn. Wo aber ainichcr tail das nit täte, sonderaine» krieg für sich selbs on rat und bcmilligung der andern tail nnficnge oder tribe, so sollend im die andernainiche hilf oder rcttung ze thuon nit schuldig sin, änderst dann daß sy durch ire statt (und) land und gebietso vil möglich niemands gestatten füllend, daß demselbigen tail, der den krieg füeret, schaden oder übertrangzuogefüegt werd, auch ire fiend nit ufhalten noch passieren, darzuo denen kam profand noch anders, das denandern möcht schädlich sin, zuogon lassen.
4. „Und ob sich aber von wegen discs burgrechts und der sachcu darin begriffen, nämlich das gottswortund was darus flüßt, belangende, von jemands, wer der wäre, ain schneller infall, angriff, gwalt, schmach, schad,unbill, lasier oder laid zuotrüeg, also daß jemands under disen tailen gefangen, nidergeworfen, behempt, über-zogen, bclägert, geschätzt, an lyb oder guot gcschädiget, dcrmaß daß man darumb ze tagen nit kumen möcht, sosoll die ander party/ nämlich jeder tail und oberkait in, by und nmb ir gebiet und landschaft uf iren aigncnkosten, mit sinem lyb und guot uf den nächsten, der den schaden zuogefüegt oder demselben deßhalb anhangt, lModer fürschuob thuot, sobald er deß durch die beschädigten gcmnnt oder sunst gewar wirt, ilen(ds) zuolonfen, denschaden abwenden, wider erholen und eben dergstalt handlen und im mit sölhcm ernst und trüwen angelegensin lassen, als ob es im begegnet und sin selbs aigeu fach wäre.
5. „Und was also mit frischer gctat in aincr yl nit gewendt mag werden, und deßhalb ain fccht, beharr-licher krieg oder fcldzug ze tuon not sin wurd, so soll jed^s tail uf des notdürftigen und benötigeten tailsersuochen, es beschähe durch geschrift oder mit mund, on allen gefarlichen Verzug sich erheben und des benötigetenoder geschädigten tails sind und widerwärtigen am nächsten, da sy jedem tail umb und by siner landschaft vorder tür zum füeglichsten ze (er)raichcn und anzegryfen gelegen und möglich sind, nämlich die von Costanzhie oben am see, und die von Ulm (und) Memmingen daniden im land, jeder tail umb sin reficr und gelegen-hait us ir selbs kosten angryfen, nöten, hindern, schädigen, ainandern in dem allem trüwlichcn trostlichen zuosatz