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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1529. 255

von Swyz habind darum alein unfern Eidguossen von Glans ze antlvurteu, dem ist nit also; dann die verletzteperson stat uns zuo, wie ghört ist; wol lassend wir nach, so ferr er uns nit verwandt, sonder allein denen vonSwiz und Glans, daß die fach ein ansehen hette, wie wol es dannocht ouch nit sin sol, daß in einer Eid-gnoschaft jeman wider die pünt gctrungcn (und) geschadgct wurd. Es ist onch nit alein um den man ze thuon,wie wol er ganz from und redlich, sonder um das frevel verletzen der püntcn und der grechtigkeit. Zum andrenhabend si nach dem anstand die pünt verletzt, daß si uff achtenden tag Brachots gen Waltshnot wellen ritenund einen kriegschen anschlag wider uns (ze) machen mit unfern erbfycnden undcrstanden. Zum dritten, daßin Swiz uns zwen inziehcr nnverscchner fach geschlagen, ist ouch nach dem anstand bschchen, da wir nit alleindie streich, sonder das nidertrucken der grechtigkeit und rechtens klagend. Zum vierten ist das böldcrn undschmehen ze Zug ouch darnach beschehen. Zum fünften der glichen ouch das tröwcn von denen von Swiz uffdie Wallißer und (den) Keiser. Dise ding sind alle nach dem anstand ze Baden vergangen, deßhalb sy unszum ußzug bezwungen; dann wir an inen nit habend mögen befinden, das fycnd gegen ein ander haltend, nämlichanstand, darab wir wol mögend nemen, daß wir mit gottcs hilf das höchste dran binden müeßend.

4. „Der schand und schmachbüechlin halb wirt sich nit erfinden, daß wir wider einiges menschen guotenlüniden oder namen ützit habind lassen ußgan, wir geschwigcnd wider ein ganz Ort; aber dise (die) von Luzernhabend wüssenhaft Murnern lassen die schantlichosten bncchlin über uns und mithaften unsers glonbens usgicßen,daß dhein mensch derglichen wider kein statt je gesehen; wie sich das eidgnössischcr trüw und liebe verglichenmög, gebend wir eim jeden ze ermessen, gott geb wie die wort des erbietens jetz lutind.

5. „Die ferdinandischc püntnus ist richtig wider alle trüw und pündt einer Eidgnoschaft; st) durchächtendunfern glauben mit sahen, köpfen, brennen, da wir keinen um sincs glonbens willen vehend. Sy hat megheimnus und gstand mit ^)sterich weder niit uns Eidguossen; st) wil unser land mit Österich theilen, daß diefünf Ort alles, so inret Nins uns abgcwunncn wirt, haben söllend. Si dnrchächt und nidret uns mit allenfachen under dem trognen glimpf des alten glonbens, daß wir gar noch nützid me bi den Eidgnossen sitzen nochhandle» dürfend. Si macht mit frömden Herren uns ze schlichen und warnend aber sy uns vor frömden Herren,dero wir uns goumend, sy aber allen zwyspalt von irotwegen understand.

6. „Über das rechtbott ist menklichem ze wüsten, wie wir über all erzelt fachen erst den Underwaldernouch habend müeßcn wichen, daß so wir ires pnndtbrnchs halb nit könnend noch mögend bi inen sitzen, sy dieUnderwalder bi inen lassend sitzen, und uns vor der thür stan, das doch ein offen zeichen ist, daß wir uns derpünten nützit dürfend trösten, vorus so sy all, ane Schwiz, die darzuo mit dem rechten gezwungen, dise pündtnit geschworen habend zuo gwanlicher zyt.

»Zum andren, wenn alles recht und billigkeit also veracht und übertrctten, daß man die mißteter mitder Hand strafen muos, so gilt dannothin rechtbietcn nit me, dann so ein verurteilter weite recht bieten, . . .(Lücke); das ist für, daß es ze waffen kommen ist, mag recht pieten der pündt nüt me helfen.

8. „Zum dritten, so habend wir die straf wolbetrachtet erkennt, wie dann die pündt vermögend, dann dieUrsachen Mich kriegs recht gelert habend, und das ist ouch das recht, dann es nach der pünten vermögen be-schehen; dann wo unser erkennen nit kreftig sin sölte, so darf das sunders in püntcn nieman. Man weißt wol,wie Sant Gallen recht gehalten ward, und wie Swyz sich zuo dheinem rechten wolt lassen wysen, do inen inkriegschen löufcn ein bott getödt, do sy über alles bitten aller Orten, über alles rcchtpictcn des Küngs kriegsrecht erkanntend.

9. „Biderben lüt, das sind die Ursachen, die uns zuo diser straf bezwungen, da wir nit zwyflcnd, es sigedhein frommer Eidgnoß, er bekenne, daß wir ee ze vil vorgeben, weder ze früe uns zur räch geschickt habind;dann kein Ort sölichs vom andren liden wurd. So wir aber, wie vorgemelt, roubens, brennens und mit demgmeinen man schlachens und kriegens gar nit willen, sonder allein diß ze strafen, die sölches üblen und zwy-trachtes ursecher, als fürnemlich die pensioner sind, wollend wir menklichcn vcrmanen, dem der wolstand gemeinerEidgnoschaft zuo herzen gat, daß er zuo unser wolfart (well) verhelfen; dann wir je lib und guot daran setzen,damit die bösen fachen gestraft und abgestelt werdint, damit ein Eidgnoschaft wider köm in die alt frommkeit und