Januar 1529.
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„Daß sy aber mit langer red anzüchcn den nüwen inißglonben, schmächung der sacrainenten, der liebenHelgen fürpitt und der wirdigcn jnngfroivcn Marie, der absünderung von christenlicher kilchen -c., bedarf sölichsalles dhcincr verantivurtung; dann mcnglichem wol ze wüsten, mas min Herren des glonbcns halb gchandlet. Istdas kätzcrisch, die ccremonicn, so keinen grnnd in göttlicher geschrift Hand, ab(zc)stellcn, die sacrnincnt nach in-satzung Cristi Jesu, unsers einigen Heilands, (ze) brachen, denselben unseren seligmachcr allein unseren mittlerund fürbitter gegen gott (ze) gloubcn und verjächen, der römischen kilchen und ires anhangs eigennützigen gmerbund von gott abfüerische leer (ze) verachten und allein was.mit hclger biblischer evangelischer geschrift nümsund alts testaments erhalten mag werden, (ze) glauben und sich deß (ze) vertrösten und dem nach (ze) leben,der wirdigcn jungsrowen Marie und allen userwelten gottes ir gebürlich eer (ze) geben, und aber uß inen keinabgötter (ze) macheu; ist das kätzcrisch, luterisch, zwinglisch oder von gemeiner cristenheit abtretten; (das) magauch ein jetlicher froiner crist, dem die göttliche warheit wie billich (mer) dann mönschen tand angnem undanmüetig ist, wol erkennen.
„Doch wie dem allem, so verhoffen nun Herren nützit des gloubcns halb verhandlet (ze) haben dann dass>) mit göttlicher gschrift gegen gott und de» mönschcn getruwen ze vcrantwurten, und ist menglichcm kund,weß sich nun Herren erbotten haben, nämlich wo sy jemans mit göttlicher geschrift bcsscrs undcrrichten möge,dein güetlicheu ze losen und sich wysen (ze) lassen. — So vil sye in einein ^sürgang des gloubcns halb gefeitund hiemit kürzlich verantwurt alles, das die von Underwalden in ir antwurt den glonben berüerend anzüchcnt,so doch miner Herren klag nit dahin, nämlich uf den Handel des gloubcns, sonders uf das üsserlich landet.
„Wyter, als die vilbemelten von Underwalden im andern artikel die Handlung, so sich zuo Hasle undBriens zuogetragen hat, mit vil Worten, ganz und gar zuo diser fach undienstlich und der warheit unglich, crzelcnund darmit min Herren, ouch ir Kotten, so an den orten sind gesin, als ob sy in den fachen gefarlich und be-trugenlich gehandlet, widerstand ze schuldigen und verunglimpfen, ist von nötcn, sölichs etlicher gestalt zumkürzisten ze versprechen, wiewol min Herren nit schuldig, denen von Underwalden noch niemands darum antwurtze geben z und hat die gestalt, daß an der landsgmeind zuo Hasle miner Herren Mandat, (so) nach der disputatzusgangen, offenlich und verständlich geläsen und durch die Kotten erlüteret worden; daruf dann die lantlüt ge-meinlich sölich mandat wolbesinnt mit merer Hand angenommen und das gehalten haben, desglicheu die vonBriens ouch geholfen meren und angenommen, darumb dann dero von Hasle guot versiglot brief liggen, ouchder klosterlüten gemeinlich, under welchen die von Briens ouch vergriffen sind; daby es an(e) zwyfel (bliben?)wäre, wo die von Underwalden und ander sich der fachen, die sy wol nüt angiengeud, gemüeßiget Helten. Harummin Herren an den und anderen orten irer verwaltigung nützit gehandlet, denn deß sy glimpf, fuog, recht, gwaltund macht haben.
„Daß aber die von Underwalden min Herren anzüchcnt, wie sy das sacramcnt schuldigend (?) und dieallmächtigkeit gottes schmächent, den sig vor Loupen dem sacramcnt zuogebcnt w., ist hievor zum teil verantwort;aber darum daß die von Underwalden min Herren so hart anzüchcnt, als ob sy die allmächtigkeit gottes ver-schmächt, das sy(g) wyt von inen; es lyt ouch am tag, daß in(en) daran gewalt und unrecht beschickst undmit unverschampter unwarheit zuogeleit wirt, gott erbarms. Aber den sig vor Loupen und ander dem sacramcnt zuo-zegeben, wie cristcnlich das syg, mag ein jeder ermessen; dann daß Cristus, unser Heiland, nach siner uffart wäscnlichuf erden gesin sye, vermag der gloub nit; dann er ist ufgefnren und sitzt zuo der rechten sines himmlischenvatters; daß aber sin bitter liden und sterben unser erlösung sye, bekennen wir all gemeinlich. Dwil aber diserund ander unwarhaft anzüg so hoch und schwer, und aber (wie gefeit ist) diser Handel mincr Herren klag nitberüert, und sölichs jctzmal grüntlicher ze versprechen nit zyt noch gelegenheit hat, behalten nun Herren inen lutervor, sölichs ze thuond mögen zuo siner zyt.
„Uf den dritten artikel, berüerend den kilchensatz zuo Briens, sprechend min Herren also darzuo, daß sy hievordem kloster Engelberg in den kilchensatz nüt gcredt; dwil aber die kilchen zuo Briens in miner Herren Höchenund nidercn geeichten gelegen, nnd die kilchgenossen daselbs all ire undcrthancn sind, ouch die reformatz ange-nommen, und aber die von Engelberg ald ir kastcnvögt mcßpfaffcn dahin geschickt, die der reformatz nit gclcbenwollten, so haben min Herren mit guoten eeren und mit recht sölichs nit wellen dulden und (ouch) fürer nit lyden