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Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein : mit Stammtafeln, Siegeltafeln
Entstehung
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Familie, des Verkehrs des Adels unter einander, mit seinen Fürstenund Lehnsherren, seinen Lehnsmannen und Hörigen, der Beziehungenzur Kirche, wie überhaupt der socialen Verhältnisse, der Sittenund Gebräuche vergangener Zeiten entrollt.

Doch in erster Linie sind edle Darstellungen der Geschichteeines Geschlechts für die Mitglieder der Familie berechnet. EineFamilie mit nicht unbedeutender Vergangenheit und reicher Ge-schichte ivird auch in der Gegenwart und Zukunft ihr Ansehenbeioahren, wenn jedes einzelne Glied derselben aus seiner Geschlechts-geschichte das Bestreben und den Entschluss schöpft, diejenigenUeberlieferungen und Güter sich zu erhalten, welche alle Zeit dieEhre seines Hauses ausgemacht haben. Wehe der Generation, diefür die theuersten Erinnerungen an die Vorfahren kein Verständnishat und sich so erhaben dünkt, dass sie die Überlieferungen derVäter mit gleichgültigen Augen betrachtet. Ein Geschlecht, welchesnur der Gegenwart lebt und von der Vergangenheit nichts lernenwill, wird auch seinen Nachkommen nichts zu hinterlassen imStande sein.

Möge auch diese Arbeit an ihrem Theile dazu beitragen, inunserer Familie die Erinnerung an die Väter ivach zu rufen.

Wer sich mit genealogischen Studien befasst hat, weiss, ivelcheSchwierigkeit und Mühe die Erforschung und Bearbeitung einesTjrkundenbuches zur Geschichte eines Geschlechts verursacht. Wennauch der Verfasser während vieler Jahre seine ganze Kraft diesemWerke gewidmet hat, so muss er sich bei der Beendigung des-selben dennoch gestehen, nichts Vollständiges geschaffen zu haben.

So lange die öffentlichen Archive nicht vollständige Personen-und Orts - Register zu ihren Urkunden und sonstigen Literalienbesitzen, solange die meisten Privat-Archive noch ungeordnet undoft unzugänglich sind, bleiben die Schioierigkeiten, eine Vollständig-keit zu erreichen, nahezu unüberwindlich. Und selbst hiervon ab-gesehen weiset das Urkundenbuch zur Geschichte eines einzelnenGeschlechts immer noch empfindliche Lücken auf, iveil viele dergesuchten Quellen im Laufe der Jahrhunderte zu Grunde gegangenund andere nach allen Enden der Welt verschlagen sind. Soreicht die Zeit und Kraft eines einzelnen Menschen nicht aus, umalle Schlupfwinkel unseres Continents zu durchforschen.

Der Verfasser hat aber überall dort, ivo nach Anleitung dergeschichtlichen Verhältnisse Nachrichten zu vermuthen waren, ge-sucht, und es ist ihm gelungen, fast überall den Zusammenhangder Generationen und der einzelnen Zweige unter einander auf-zufinden.