112Die Weiber seien unter22524.ph. 5than ihren Männern, als dem Herrn. Dennder Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auchChristus das Haupt ist der Gemeine, und er istseines Leibes Heiland. Aber wie nun die Ge-meine ist Christo unterthan, also auch die Wei-ber ihren Männern, in allen Dingen. (1. Pet.3, 1. 6. Fr. 372.)Wie muß der Christ den Ehestand betrachten?Als einen sehr wichtigen, von Gott selbst angeord-neten Stand.Matth. 19, 4. Gott, der im Anfang den Menschen ge-macht hat, der machte, daß ein Mann und Weib seyn sollte.(1. B. Mos. 1, 27. 28.)Wie müssen Christen den Ehestand anfangen?Mit reifer Ueberlegung und völliger Zustimmungdes Herzens, in der Furcht Gottes und mit Gebetnach den festgesetzten burgerlichen und kirchlichen Ver-ordnungen.Eph. 5, 10. Prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn.Spr. Sal. 16, 9. Des Menschen Herz schlägt seinen Wegan, aber der Herr allein gibt, daß er fortgehe1. Pet. 2, 13. Seid unterthan aller menschlichen Ord-nung, um des Herrn willen.Wie müssen Christen den Ehestand führen?Sie müssen sich unter einander eine gewissenhafteeheliche Treue, und alle nur mögliche Liebe und Hülfebis ans Ende beweiſen.1. Cor. 7, 3. Der Mann leiste dem Weibe die schuldigFreundschaft, desselbigen gleichen das Weib dem Manne.Eph. 5, 33. Ein jeglicher habe ſein Weib lieb, als ſichselbst. Das Weib aber fürchte (ehre) den Mann.(Hebr. 13, 4. Fr. 130. u. 134. Sir. 25, 1. 2.)Was ist insbesondere die Pflicht des Mannes?Daß er der Versorger und Beschützer seines Hauses sei, sich durch persönlich gute Eigenschaften di-Achtung seiner Gattin erwerbe, und ihr mit aller Schrnung und Liebe begegne.
Druckschrift
Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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