76Pf. 119, 59. Ich betrachte meine Wege, und kehre meineFüsse zu deinen Zeugnissen.† Ps. 139, 23. 24. Erforsche mich, Gott, und erfahremein Herz; prüfe mich, und erfahre, wie ichs meine. Undsiehe, ob ich auf bösem Wege bin; und leite mich auf ewigem Wege.355. Wann ist die Reue und Schaam, die wir über unsereSünden empfinden, rechter Art?Wenn sie aus der rechten Quelle entspringt, undnicht nur eine innige Sehnsucht nach der Gnade Got-tes, sondern auch einen thätigen Eifer bewirkt, dendurch die Sünde angerichteten Schaden wieder gut zumachen.Nicht etwa nur aus der Empfindung der äußernschädlichen Folgen; sondern aus der Erkenntniß, daßman Gottes-Gebote übertreten, wider sein Gewissen ge-handelt rc.Exempel: Der Zöllner. Fr. 69. und Zachäus Luc 19, 8-10.2. Cor. 7, 10. Die göttliche Traurigkeit wirket zur Selig-keit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aberder Welt, wirket den Tod.356. Dürfen wir aber wol bei dieser Reue und Schaam überunsere Sünden stehen bleiben?Nein, das würde uns in Verzweiflung stürzen.Judas Ischarioth. Matth. 27, 2=5.357. † Wodurch erlangen wir denn Vergebung der Sünden?Durch den Glauben an Jesum Christum ohne Ver-dienſt der Werke.† Röm. 3, 24 25. Wir werden ohne Verdienst gerechtaus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Christum Je-sum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellt zu einemGnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut etc.(Ap. Gesch. 10, 43. 13, 38. 39. Gal. 2, 16. 2c. a. O.)358. † Was ist der Glaube an JesumEin herzliches und wirksames Zutrauen zu Jesu,als dem einigen Lehrer, Erlöser und Herrn der MenschenJoh. 3, 16. Fr. 291.Dazu gehört1. Eine richtige Erkenntniß von Jesu rc.
Druckschrift
Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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76
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