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Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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72zu, und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Ver-ſoͤhnung Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte,für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihmdie Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. (Röm 5, 10. 1. Joh.2, 2. Fr. 329. 330.)334. Was hat Jesus Christus als unser Versöhner mit Gottgethan?Er hat als das einzige Opfer für unsere Sündendie Strafen derſelben weggenommen, ſo daß jetzt alleMenschen um seines Todes willen Vergebung derSünde, Leben und ewige Seligkeit erhalten können,ohne daß weiter Opfer nöthig wären.1. Joh. 2, 2. Fr. 330.Jes. 53, 5. Er ist um unserer Missethat willen verwun-det, und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafeliegt auf ihm, auf daß wir Friede hätten, und durch seineWunden sind wir geheilet. (1. Pet. 2, 24.)Joh. 1, 29, Siehe, das ist Gottes Lamm, welches derWelt Sünde träget1. Joh. 3, 5. Er ist erschienen, auf daß er unsere Sün-den wegnehme, und ist keine Sünde in ihm.Hebr. 10, 12. Er hat ein Opfer für die Sünde geopfert,das ewiglich gilt.Röm. 10, 4. Christus ist des Gesetzes Ende, wer an denglaubet, der ist gerecht. (Matth. 27, 50. 51.)Ich kann der Sonne Wunder nicht,Noch ihren Bau ergründen,Und doch kann ich der Sonne LichtUnd ihre Wärm' empfinden.So kann ich auch nicht Gottes RathVon Jeſu Tod ergründen;Allein das Göttliche der That,Das kann mein Herz empfinden.335. Welche Vorstellungen müssen wir aber nothwendig beidieser Lehre von Gott entfernen?Diese, als wenn Gott durch den Tod seines Soh-es erst hätte müssen besänftiget und geneigt gemachtverden, zu vergeben.S. Fr. 196. 290. 291.336. Wie haben wir dann diese Versöhnung anzusehen?Als den größten Beweiß der Liebe Gottes gegen