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Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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29+ 3 B. Mos. 19, 11. Ihr sollt nicht stehlen, noch lügen;noch fälschlich handeln, einer mit dem andern.1 Thess. 4, 6. Daß niemand zu weit greiffe, noch verver-theile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Rächerüber das alles.2 Thess. 3, 11. 12. Wir hören, daß etliche unter euchwandeln unordentlich, und arbeiten nichts, sondern treibenFürwitz. Solchen aber 2c. Fr. 91.( Sir. 40, 29. Mein Kind, gib dich nicht aufs Betteln.]Jer. 22, 13. Wehe dem, der sein Haus mit Sünden bauet,und seine Gemache mit Unrecht; der seinen Nächsten umsonstarbeiten läßt, und gibt ihm seinen Lohn nicht.Ephes. 5, 11. Habt nicht Gemeinschaft 2c. Fr. 83.140. Wie kommt der Mensch zum Diebstahl?Wenn er ſein Herz ans Irrdiſche haͤngt, geißigundneidisch ist; oder sich durch Verschwendung undFaulheit in Armuth ſtürzt.1 Tim. 6, 9. 10. Die da reich werden wollen, die fallenin Versuchung und Stricke, und viel thörichter und schädli-cher rüste, welche versenken den Menschen ins Verderben undVerdammniß. Denn Geitz ist eine Wurzel alles Uebels.Spr. Sal. 23, 20. 21. Sei nicht unter den Säufern undSchlemmern. Denn die Säufer und Schlemmer verarmen,und ein Schläfer muß zerrissene Kleider tragen. Spr. Sal. 30, 8. 9. Armuth und Reichthum gibt mirnicht; laß mich aber mein bescheiden Theil Speise dahinnehmen. Ich möchte sonst, wo ich zu satt würde, verläugnenund sagen: wer ist der Herr? Oder, wo ich zu arm würde,möchte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottesvergreifen.141. Wie wird der Diebstahl bestraft?Wenn er offenbar ist, bestraft ihn die Obrigkeitnach Beſchaffenheit des Verbrechens; aber auch derheimliche Dieb wird den Vorwürfen ſeines Gewiſſens,der Schande, und dem Gerichte Gottes nicht entgehen.Röm. 2, 9. Trübsal und Angst über alle Seelen der Men-schen, die da Böses thun!1 Cor. 6, 10. Weder die Diebe, noch die Geitzigen, nochdie Räuber werden das Reich Gottes ererben.142. Aber ist es genug, daß man nicht siehlt?Nein, wir sollen auch dem Nächsten sein Gut undNahrung helfen bessern und behüten.