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Der kleine Katechismus Lutheri mit Rücksicht auf den alten Bergischen Katechismus von neuem erklärt, u. mit Genehmhaltung zeitiger Inspectoren des Ev. Lu. Ministerii im Herzogthum Berg zum Druck befördert
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252und bescheiden sind; auch wo wir können, durch Rathund That, vornehmlich in Leibesnöthen uns hülfreichbeweisen.Ephes. 4, 32. Seid untereinander freundlich, herzlich;und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergebenhat in Chriſto.1 Petr. 3, 8. Seid allesamt gleich gesinnet, mitleidig,brüderlich, barmherzig, freundlich. (Röm. 12, 10.)Cos. 3, 12. 13. Ziehet an als die Auserwählten Gottes,Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit,Demuth, Sanftmuth, Geduld; Und vertraget einer denandern, und vergebet euch unter einander rc. 1 Joh. 3, 17. Wenn jemand dieser Welt Güter hat,und siehet seinen Bruder darben, und schleußt sein Herz vorihm zu; wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? (Jes. 58, 7.)Spr. Sal. 24, 11. Errette die, ſo man tödten will, undentzeuch dich nicht von denen, die man würgen will (Luc. 10, 30. f.)119. Wenn wir uns des Nächsten in seinen Leibesnöthen anneh-men sollen, was liegt uns dann noch mehr ob?Daß wir uns auch der Wohlfahrt seiner Seele annehmen.120. Wann geschieht das?Wenn wir uns vor allem hüten, was den Näch-sten zum Bösen verleiten könnte, ihm in der That er-baulich, und durch Ermahnung, Lehre und Trost, soviel wir können, nützlich zu seyn suchen.Matth. 18, 7. Wehe dem Menschen, durch welchen Aer-gerniß kommt!2 Thess. 5, 11. Fr. 82.1 Thess. 5, 14. Vermahnet die Ungezogenen, tröstet dieKleinmüthigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegenjedermann. (Jac. 5,-19. 20.)Nie will ich dem zu schaden suchen,Der mir zu ſchaden ſucht.Nie will ich meinem Feinde fluchen,Wenn er aus Haß mir flucht.Mit Güte will ich ihm begegnen,Nicht drohen, wenn er droht.Wenn er mich schilt, will ich ihn segnen;Dies ist des Herrn Gebot.