Druckschrift 
3 (1806)
Entstehung
Seite
234
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Tara=Rechnung.234Weil es aber große Schwierigkeiten geben würde,um das reine Gewicht der Waaren bestimmen zu kön-nen, und bey deren Empfang zuerst dieselben aus denFässern oder worinn sie sonst gepackt sind, heraus zunehmen, oder das Unreine von den Waaren abzuson-dern, so hat man für die meisten dergleichen Waarenan dem Versendungsort, die Fässer und Emballagenſo gleichfoͤrmig verfertiget, daß man auf gleiche großeFässer und Ballen ungefähr gleich viel Abzug rechnenkann, und dafür gewisse Procente des Gewichts derWaaren angesetzt, und nennt es TaraiDie Tarawird daher an jedem Orte nach der Er-fahrung beſtimmt, und da nicht alle Waaren gleichviel Unreinigkeiten bey sich haben, so ist dabey auchdie Tarra verschieden. Auch ist die Berechnung in An-sehung der Procente nicht an allen Orten gleich. Aneinigen werden die Procente vom Hundert, an einigenOrten auf's Hundert gerechnet.Im Waarenhandel im Großen, wird auch demKäufer zuweilen ein Abzug auf's Gewicht unter derBenennung Gut⸗Gewicht, verſtattet, z. B. ¼oder 1. Procent. Die Ursache, davon ist, weil jederKrämer, wenn er in kleinem verkauft, seinen Käuferneinen kleinen Ausschlag geben muß, welcher für ihnein Verlust seyn würde, wenn nicht der Großirer, vomwelchen er kauft, ihm so viel einräumte, daß er davondiesen Ausschlag nehmen kann.Er-