Druckschrift 
3 (1806)
Entstehung
Seite
135
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135Regel Quinque. Conversa.Wenn ein Fuhrmann 16 Centner einer gewissenWaare 14 Meilen weit um 21 Thlr. fahren muß, wieweit wird er 42 Centner für 126 Thlr. fahren müssen?Um den Betrag der Meilen anzugeben, nach wel-chen gefragt wird, ist hier eine Proportion nicht zu-länglich. Man muß also zwey Proportionen ansetzen,in welcher die zweyte durch ihr letzteres Glied die Ant-wort anzeigt, und zwar: die erste durch ein directesVerhältniß, und die zweyte durch ein umgekehrtes, oderwas das nämliche ist, ein Satz, durch die gewöhnlicheRegel de Tri, und der andere Satz, durch die umge-kehrte Regel de Tri, als:Thlr. Cent. Th21 16. 126 = 96 Centner.Diese Antwort befriedigt die eigentliche Haupt=Fragenoch nicht, denn die Frage war, wie weit er 42 Cent-ner fahren muß. Es muß also hier noch ein Satz an-gesetzt werden. Es ist jetzt bekannt, daß für 126Thlr., 96 Centner gefahren wird. Der Weg ist auf14 Meilen weit bestimmt; wenn das Geld so bestimmtbleibt (die 126 Thlr.), so muß der Fuhrmann, da dieZahl der Centner vergringert werden soll, so daß eranstatt 96. Centner nur 42 Centner zu fahren hat, derBilligkeit nach, diese Masse um so viel weiter fahren.Es treten also umgekehrte Verhältnisse ein; dennum so weniger Last, um so längerer Weg,es muß hier also die Regel de Tri Conversa angewandt.werden, und der Satz käme zu stehen, nämlich:Centn. Meil. Cent.42 14 96 = 32 Meilen weit.Hiermit ist die Haupt=Frage beantwortet.AlsI 4.