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2 (1882)
Seite
505
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VORREDE ZUM ARMEN HEINRICH. 505

VORREDE.

Der Arme Heinrich von Hartmann von der Aue. Aus der Strassburgischen

und Vatikanischen Handschrift herausgegeben und erklärt durch die Brüder

Grimm. Berlin. 1815. In der Realschulbuchhandlung. 8. 2 Seiten.

[Mit Jacob Grimm.]

I. I. königlichen Hoheiten der Kurfürstin und Kurprinzessin vonHessen in tiefster Ehrerbietung zugeeignet.

J\\s Gott und deutsche Tapferkeit unsere Fürsten wiedervor das Stadtthor von Kassel geführt, da spannte das Volk diePferde aus und rief:Hessenblut soll sie hereinziehen, das lebtimmerdar!" Und als die Männer hinauszogen, hielten sie dasSchwert in der Hand, im Herzen den Gedanken fest:Hessen-blut soll fürs Vaterland kämpfen, das lebt immerdar!" So hatsich Liebe und Treue, selbst unter dem Schutt, den fremdeGewalt darüber geworfen, wie Gold in der Erde, unverringertund unversehrt erhalten.

In dieser Zeit, deren Freude zu erleben sieben Jahre Leiduns reinigten, ward die Bearbeitung eines alten, in sich deut-schen Gedichts als ein geringes Opfer dargebracht. Jetzt hatsich unser gesammtes Vaterland in seinem Blut von dem fran-zösischen Aussatz wieder geheilt und zu Jugendleben gestärkt.'Um diesen Preis gebe nun fortan jeder Deutsche alles Anderehin und sei stets bereit, als ein freudig Opfer zu fallen. Undkeiner stehe von der Gefahr ab, sondern denen, die aus Furchtoder Liebe ihn zurückhalten wollen, antworte er mit denschönsten Worten der reinen Jungfrau:nun gönnet mir's, dennes muss sein!"