KOLOCZAER CODEX ALTDEUTSCHER GEDICHTE. 203
daz houbt mit dem swerte,als sin bosheit gerte,do was sunde vnt schade groz,der vrowen leget' erz in die schoz,sam ob sie'z selbe bete getan,sa ze hant huop er sich danvor sines herren bette,ez duht' in allez wette,waz im von ir was geschehen,dem herzogen begunde er iehen:„ez wer ein teil ze spatenach der hanen krate,er solde balde ufstanzu der metten gan,ez schine der tagesterne."„ich slief noch viel gerne;mit der metten du mich mit!min meisterin weiz wol die zit,nu ervar mir, waz daz machedaz sie nicht enwache;ich sich wol, ez ist tag." —er gie, da du vrowe lagvor allem meine bloz.der tür tet er einen stozdaz sie brast enzwei.eia, wie lute er schrei:„woluf alle die hie sint!ja hat du morderin daz kintermordet an dem arme etc.Diese kleine Stelle, auf die wir uns des Raumes wegenbeschränken müssen, lautet in der älteren Bearbeitung folgender-
gestalt:
mit zorne gie er in den sal,
dar sazen die megede vberal,
er sprach: „waz huotes duo dase,
vbele horn-blase!
duo soldes billecher da ze holze varn,
dan die megede hie bewarn;
duo bist ein vnholde
vnde sizzest hie behangen mit golde!"
sie sprach: „goteweiz her guot kneht,
ir tuot mir michel unreht;
wände ich iu min dienest enpot