460 ZU DEN MÄRCHEN.
hält im höchsten Glanz und vollkommner Lust, selbst auf einemmilchweissen Pferde reitend, seinen Zug über das Wasser.Seine Erscheinung verkündigt Segen für das Land und glück-lich, wer ihn erblickt.
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Weihnachten, wenn die Sonne am tiefsten gesunken ist,halten die Unterirdischen mit wilder, Schrecken erregenderLust ihren mitternächtlichen Umzug. Es sind die grün ge-kleideten Elfen, die durch Wälder und Einöden dahin brausen:man hört das Geräusch ihrer Pferde, das Hallogeschrei, denKlang der Hörner (Waldron p. 132). Deshalb heissen sie daswüthende Heer, die wüthenden Jäger und auf Möen derAnführer Grön Jette (Thiele I, 196). Der Ausdruck selbstist alt, denn der Dichter Reinfrieds von Braunschweig (f. 4b)sagt: „er rauschet wie das wüthende Heer" und in dem obenerwähnten Gedicht Ruodigers (fol. 17d) schwört einer „bei demwüthenden Heer." Es ist ebenso gefährlich dem rasenden Zugzu folgen, ja ihn nur zu sehen, als der Anblick des O'Donoghuesegensreich ist. Auch hier jagt ein Anführer voraus, wozu dieDeutsche Sage die Frau Holle in ihrer bösen Eigenschaft(No. 4. 5) und die Tutosel (No. 311) macht; oder es wurdeder Hackelberg (No. 248), Rodenstein (No. 169), der Rittervon Davensberg (Münster. Sagen 1825, S. 168. 169), in Däne-mark Waldemar, Palnatoke und Abel (Thiele I, 52. 90. 110.II, 63) vorangestellt. Sie reiten auf schwarzen, hässlichenund zerzausten Pferden.
X. GEHEIME KRÄFTE UND KUNSTFERTIGKEITEN.
1) Schon aus dem Besitz der Nebelkappe ergiebt sich,dass die Elfen nach Gefallen verschwinden und sich unsicht-bar machen können. Dieser Glaube herrscht überall, wirwollen daher bloss einige Zeugnisse aus älterer Zeit anführen.Eiberich macht sich dem Otnit, obgleich von keiner tarnkappein diesem Gedicht die Rede ist, vielleicht weil er eine Kroneträgt, unsichtbar, wie er will, und Otnit selbst hat ihn nurkraft eines Ringes erblickt. Niemand kann ihn greifen:
Str. 298. ■wie sol man gevähen daz nieman ensihet?