46 WISSENSCHAFTLICHE ANFÄNGE.
fy emveg fürt auch wie fy morolff wider gewan vnd den kunig fore an einengalgen hing vn auch zum leften von dem künig princiä wie er künig Salomonfyne fchöne frouwe ftal vnd ym die vber mer hien weg fürte vnd fy morolffzum anderen mal widerbracht vnd liefz ir taffon in eym waffer badt daz fyftarb. vnd ift getruckt zu Strafzburg durch Mathis hüpffuff Im jar noch Christgeburt MCCCCXCIX.
Eschenburg vermuthet richtig, dass der Druck nur denersten historischen Theil des Gedichts enthält und in jenemExemplar nur wenige Blätter fehlen. Doch geht hier die Er-zählung etwas weiter als im Manuscript, indem kürzlich ange-führt wird, wie Morolf, Busse übend, todt hinfällt, die Königinaus Trauer über ihn, der König aus Trauer über sie, an dem-selben Tage stirbt, und wie darnach der eine Sohn Robam insKloster geht.
2) Auf der hiesigen Bibliothek befindet sich eine nirgendsangeführte Ausgabe des zweiten Theils oder des heutigenVolksbuchs in Prosa. Der Titel ist nicht mehr vorhanden,wird aber im Catalog angegeben: „Frag und Antwort KönigSalomonis u. Marcolphi". 30 Blätter in kl. 8 mit kleinenHolzschnitten. Custoden und Signaturen finden sich, aber keineSeitenzahlen. Auf der ersten Seite des letzten Blattes steht:
Gedruckt zu Colin, boyHeinrich Nettifson in Ma-rien garten Gafsen. Im JahrM. DXCIII.
3) Ebendaselbst eine lateinische Edition mit dem Titel:
Marcolphus disputa-
tiones quas dicuntur habuis-
fe inter se mutuo rex
Salomon fapientisfimus, & Marcolphus fa-
cie deformis & turpisfimus: tarnen, ut fer-
tur eloquentisfimus, latinitate dona-
tae & nunc primum animi &
falfi leporis gratia
editae.
Unten als Custos: Cum- (denn der Text fängt gleich auf derzweiten Seite an). 18 Blätter in kl. Octav, nicht paginirt, mitCustoden und Signaturen. Auf dem letzten Blatt: