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Regierungs-Bezirk Aachen waren ferner 1418km cbaussirte Gemeindestrassen,im Regierungs-Bezirk Coblenz 108km cbaussirte Kreis- und 83km cbaussirteGemeindestrassen.
Die Provinz Westfalen bat gegenwärtig 2439,58 km Provinzialstrassen, dercommnnalständische Verband des Regierungs-Bezirks Wiesbaden 1134 km Bezirks-strassen. Ausserdem hatte der Regierungs-Bezirk Minden 1064km cbaussirteKreis- und 270 km chaussirte Gemeindestrassen, der Regierungs-Bezirk Arnsberg616 km von letzteren. Aus den übrigen Bezirken fehlen die Angaben über dieLänge der chaussirten Kreis- und Gemeindestrassen.
Die Rhein-Schifffahrt hob sich von 1835—1865 gewaltig. Bis 1850 über-wog die Segel-Schifffahrt, deren Glanzperiode zu Ende ging mit dem Aufblühender Dampf-Schifffahrt. Die erste Dampfschifffahrts-Gesellschaft auf dem Rheinentstand 1822 zu Rotterdam, das erste Dampfschiff traf 1824 in Cöln ein. Dortbildete sich 1825 die Preussisch-Rheinische Dampfschifffahrts-Gesellschaft, welche1827 regelmässige Fahrten bis Mainz und 1832 bis Mannheim eröffnete. Die Düs-seldorfer Gesellschaft bildete sich 1838, gleichzeitig die Rhein-Yssel-Gesellsc4iaft.Im Jahre 1864 waren 13 Schlepp-Schifffahrts-Gesellschaften auf dem Rhein thätig.Die Mosel wird seit 1841 mit Dampfschiffen befahren. Auf der Weser entwickeltesich gleichfalls ein reger Dampfschiffs-Verkehr, welcher von der Weser-Dampf-schifffahrts-Gesellschaft zu Minden und dem Norddeutschen Lloyd in Bremen be-trieben wurde. Ruhr, Lippe und Lahn hatten noch 1860 erheblichen Schifffahrts-Verkehr. In den letzten 20 Jahren hat derselbe aber durch die Concurrenz der Eisen-bahnen erheblich gelitten. Die Schifffahrt auf der Ruhr, Lippe und Lahn hat nurnoch minimale Bedeutung, die der Weser und Mosel ist gleichfalls im Zurückgehen,die Rheinschifffahrt hat sich zwar behauptet, aber keine grossen Portschritte mehrgemacht, und selbst die Tauerei-Gesellschaft konnte die übermächtige Concurrenzder Eisenbahnen nicht besiegen. Während der Güterverkehr auf den Eisenbahnenins Ungemessene stieg, blieb er auf dem Rhein nahezu stationär.
Die erste Eisenbahn in Rheinland wurde 1838 eröffnet, es war die StreckeDüsseldorf-Erkrath, die ganze Linie bis Elberfeld wurde 1841 dem Betrieb über-geben. Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft, welche 1837 concessionirt wurde,eröffnete 1839 die Strecke Cöln-Müngersdorf und 1840 ■ die Linie bis Aachen. DieBonn-Cölner Eisenbahn wurde 1844 eröffnet. Die Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesell-schaft, welche 1843 gegründet wurde, eröffnete 1845 die Strecke Deutz-Düsseldorf,1846 Düsseldorf-Duisburg, 1847 Duisburg-Minden. Die Bergisch-Märkische Eisen-bahn-Gesellschaft bildete sich 1844,. sie eröffnete die Strecke Elberfeld-Dortmund1848 und setzte die Bahn 1855 bis Soest fort. Sie erwarb 1859 die Düsseldor?-Elberfelder, 1862 die Prinz Wilhelms-Bahn von Steele nach Vohwinkel und 1865die Aachen-Düsseldorfer Bahn. Sie baute ferner die Ruhr-Siegbahn, welche 1861eröffnet wurde. Die Westfälische Staatsbahn von Haueda nach Hamm wurde 1853,die Strecke Münster-Hamm 1848 und die Strecke Münster-Rheine 1856 dem Ver-kehr übergeben. ....
Die Cöln-Mindener Gesellschaft eröffnete 1861/62 die Linie Deutz-Giessen.Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft erwarb 1856 die Linie Bonn-Cöln und setztedieselbe 1858 bis Coblenz, 1859 bis Bingen fort, sie übernahm ferner 1856 dieCöln-Crefelder Bahn und eröffnete 1868 die Strecke Crefeld-Cleve und 1865 dieStrecke Cleve-Nymwegen.
Die Rhein-Nahe-Bahn wurde 1861 eröffnet, die Staatsbahn Saarbrücken-Trierist schon seit 1852 im Betrieb. Die weitere Entwicklung des Eisenbahnwesens inRheinland-Westfalen darf als bekannt vorausgesetzt werden. Sie ging rascher undintensiver vor sich als im übrigen Preussen und Deutschland. Deutschland hatte1845: 2143km, 1865: 13 900 und 1877: 30464km Eisenbahnen. Preussen besassam 1. Januar 1879: 18928km.