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Officieller Katalog der Gewerbe-Ausstellung
Entstehung
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Die Idee, eine gewerbliche Ausstellung der Bheinlande und Westfalensins Leben zu rufen, wurde zuerst in demNiederrheinischen Bezirks-Vereindeutscher Ingenieure" zu Düsseldorf ausgesprochen; Herr B. M. Daeleabrachte dieselbe in der Vereinssitzung vom 7. Mai 1878 in Vorschlag.Sie fand in dem genannten Verein, dem die gleichfalls zuerst in Ingenieurkreisenprojectirte und damals nahezu vollendete Ausstellung in Hannover vorschwebte,lebhaften Anklang, und es bildete sich ein engerer Ausschuss, welcher dasProject in einer Reihe von Sitzungen discutirte und weitere Kreise fürdasselbe zu gewinnen sich bemühte. Es war im Anfang nicht leicht, demUnternehmen Sympathien zu erwerben. Die missliche Lage der gewerblichenVerhältnisse Hess Vielen den Gedanken einer Ausstellung unzeitgemässerscheinen. Indessen gelang es schliesslich, durch Agitation in Vereinenund directe Anfragen bei bedeutenderen Firmen eine genügend grosse Anzahlvon Interessenten für die Idee einzunehmen und am 28. August zu einerVersammlung in Düsseldorf zu vereinigen. Von jetzt an war die Realisirungdes Ausstellungsprojectes gesichert. Die Versammlung wählte ein Hauptcomitemit dem Rechte der CoopUtion, bestehend aus den Herren H. Lueg, BanquierChr. Tririkaus, Ingenieur Dietee, Director der Düsseldorfer Dampfschifffahrts-Gesellschaft, Fabrikbesitzer H. A. Flender und Generalsecretär H. A. Bueekin Düsseldorf und den Herren Th. Möller, Fabrikbesitzer zu Brackwede, Aug.Sternenberg, Fabrikbesitzer in Schwelm, Hugo Troost, Fabrikbesitzer in Hückes-wagen, Director Servaes vomPhönix" in Ruhrort und Commerzienrath Wolff,Fabrikbesitzer in M.-Gladbach. Das Unternehmen, welches ursprünglich schonim Jahre 1879 stattfinden sollte, wurde nun definitiv auf das Jahr 1880festgesetzt und Herr H. Lueg einstimmig zum provisorischen Vorsitzendender Ausstellung gewählt. Es begann alsbald die Bildung von Local-Comites inden bedeutenderen Industriecentren der ausstellenden Provinzen, welche von denHandelskammern, von verschiedenen Vereinen und von Privatpersonen in dieHand genommen wurde.

In den Ausstellungsrayon wurden ausser den beiden Hauptprovinzenauch der Regierungsbezirk Wiesbaden, ferner die Fürstenthümer Schaumburg-Lippe, Lippe-Detmold, Waldeck, Birkenfeld (Oldenburg), sowie das Gebietdes ehemaligen Fürstenthums Hohenzollern aufgenommen.

Bezüglich der zuzulassenden Gegenstände wurde bestimmt, dass dasRecht, auszustellen, auf alle Zweige industrieller und gewerblicher Thätigkeitauszudehnen sei. Eine willkommene Erweiterung des Projectes bewirkte derBeschluss derAllgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft", in Anlehnung andie Gewerbe-Ausstellung dieVierte allgemeine deutsche Kunstausstellung"zu veranstalten. Die Aussichten auf einen günstigen Verlauf des Unternehmenswurden auf diese Weise bedeutend verbessert, da die Kunstausstellung, seitzwölf Jahren wieder die erste in ihrer Art, geeignet ist, in Deutschlandwie im Auslande ein erhöhtes Interesse für die gesammte Angelegenheit zuerregen.