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4 (1887)
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631
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BERICHT ÜBER DIE STELLUNG DER REGIERUNG. 631

BERICHT ÜBER DIE STELLUNG DER REGIERUNG ZUDEN LANDSTÄNDEN UND DEM ADEL IN HESSEN.

Hannoversche Zeitung. 1832. Fol. No. 60 (den 10. März). S. 308309.

Cassel, den 4. März.

XJie Ernennung des Präsidenten der Ständeversammlung, 308BHerrn von Trott, zum Vorstande des Justizministeriums musseinen wohlthätigen Eindruck machen. Er hat sich als einen<lurch Charakter, Einsicht und praktischen Blick tüchtigenMann bewährt und es ist kein Zweifel, er wird in sein neuesVerhältnis nur unter der Bedingung eingetreten sein, seineGrundsätze auch hier aufrecht erhalten zu können. Es wärevon unberechenbarem Nachtheile gewesen, wenn ein ständischerVerfassung und den davon abhängenden Einrichtungen nichtaufrichtig ergebenes Mitglied in das Ministerium gekommenwäre, das sich höchstens dazu verstanden hätte, den äusserenSchein zu wahren. Allein noch von einer anderen Seite scheintmir das Ereignis erfreulich; es bethätigt den ernstlichen Wunschder Regierung, mit den Ständen ein vollkommenes Einverständ-nis (wie es denn überhaupt nie ernstlich ist getrübt worden),herzustellen. Diese gute Absicht verdient in ihrem ganzenWerthe anerkannt zu werden. Gleichfalls ist es mit Dank an-zunehmen, dass, wie es scheint, durch beiderseitiges Nachgebenund eine verständige Haltung in der Mitte, welche die wahreLage der Dinge im Auge behält, man zu einer Einigung überdie Pressfreiheit und die Einrichtung der Nationalgarde gelangt.Gehen die Landstände demnächst aus einander, so bleibt ihnender Ruhm, ihre Aufgabe mit Ehre gelöst zu haben; das Gute,"was sie gestiftet, wird sich bewähren; Irrthümer, und wo wäreein menschliches Beginnen ohne Irrthum? wird gleicher Weisedie Erfahrung ans Licht bringen und sie bei der nächsten Ver-