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4 (1887)
Seite
268
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268 ZDR GESCHICHTE DES REIMS.

Ars am. 1, 311 in nemus et saltus thalamo regina relictofertur, ut Aonio concita Baccha deo.ah quoties vaccam vultu spectavit iniquoet dixit »domino cur placet ista meo«?Die Dichter aus dorn Zeitalter des Augustus, bei denenSprache und metrische Kunst auf gleicher Höhe stand, habeich einzeln und ausführlich betrachtet; gleiche Umständlich-keit scheint mir bei den nachfolgenden, denen sie Vorbildwaren, nicht nöthig: die Bemerkung genügt, dass der Reimvon ihnen auf gleiche Weise und innerhalb derselben Grenzenangewendet wird. Ich finde bei Martialis und Iuvenalis deneinsilbigen ebenso oft, den zweisilbigen ebenso selten, und willaus jenem nur einige gereimte, auf einander folgende Distichenbemerken,654 Epigr. IV 45, 1 Haec tibi pro nato plena dat laetus acerra,134 Phoebe, Palatinus munera Parthenius.

ut qui prima novi signat quinquennia lustro,impleat innumeras Burrus Olympiadas.73, 1 Quum gravis extremas Vestinus duceret horas,et iam per Stygias esset iturus aquas,ultima volventes orabat pensa Sorores,

ut traherent parva stamina pulla mora,iam sibi defunctus, caris dum vivit amieis:moverunt tetricas tarn pia vota deas.Die Wiederholung desselben Worts treibt Martialis weiter,vgl. II 7. IV 71. VII 92. 10. IX 98. Dagegen bei anderen,ich nenne nur Gratius Faliscus, Manilius, Calpurnius, Persius,Lucanus, Valerius, Silius, Statius, scheint mir der Reim eherab- als zugenommen zu haben. Ich suche den Grund in dergesunkenen Sprache und geringeren Kunstfertigkeit: Absichtwar dabei nicht. Ebenso verhält es sich mit den Dichtern derfolgenden Jahrhunderte: mit Serenus, Nemesianus, Lactantius,Ausonius, Claudianus, Avianus, Juvencus, Prudentius im vierten:mit Sedulius, Merobaudes, Prosper Aquitanus im fünften: mitPriscianus, Arator, Venantius Fortunatus im sechsten Jahr-hundert.

Auf Anfang und Schluss eines Gedichts besondere Sorgfaltzu verwenden war. natürlich: daher erklärt sich wohl, dass andieser Stelle zuweilen der Reim gehäuft ist. Calpurnius füllt