Druckschrift 
4 (1887)
Seite
VI
Einzelbild herunterladen
 

VI VORWORT.

der neuen Pertzischen Zeitung aufgefordert: diese Bitte ergehtam 13. Dec. 1831 von Jacob an Professor Hermann Hupfeld inMarburg (Stengel, Private und amtliche Beziehungen der BrüderGrimm zu Hessen Bd II, 265), zugleich für Bickel und Suabe-dissen, und wiederum unter dem 13. März 1832 von Wilhelman den zuletzt genannten Freund (Ebenda Bd I, 267 f.); jedes-mal ist das Anerbieten hinzugefügt, die Besorgung der Beiträgean Pertz zu übernehmen. In Hupfeld nun, der sich im Beginndes Jahres 1832 längere Zeit in Kassel aufhielt, vermuthe ichden Verfasser des ersten Artikels, wo gleich im Eingang seinAntheil an den Arbeiten der hessischen Kirchencommissionerwähnt wird, vielleicht auch der beiden kürzeren, die ihm nochgefolgt sind. Das rasche Abbrechen der Mitarbeit würde sichmit seiner Rückkehr nach Marburg am ehesten erklären. Wilh.Grimm aber hat an den eingesandten Manuscripten eine Artredactionell'er Tätigkeit geübt: unzweifelhaft rührt der Eingangdes ersten Artikels von ihm her, und so mögen sie immerhinals Zeugen für das lebhafte Interesse, das er den politischenVorgängen in der Heimath bewahrte, am Schlüsse seinerKleineren Schriften mit einigem Recht belassen bleiben.

Für das Register hatte Hinrichs umfangreiche, aber weniggeordnete Auszüge hinterlassen. Wir überzeugten uns bald,dass dieselben für jeden andern als den Urheber so gut wieunbrauchbar waren, und so übernahm Dr Ferdinand Wrededie selbständige Ausarbeitung eines Index für alle vier Bände:dieser ist zum Drucke gelangt, nachdem ich mich durch hin-reichende Stichproben von seiner gründlichen Zuverlässigkeitüberzeugt hatte. Seinen Umfang wird von den Fachgenossenniemand beklagen, nachdem der Herr Verleger in entgegen-kommender Weise den Raum zur Verfügung gestellt hat, wolaber könnte die Wahl der Stichworte hier und da und dieSchreibung vieler altdeutscher und altgermanischer Eigennamenund Wortformen gar grundsätzlich angefochten werden.Dr Wrede ist darin fast durchweg dem Stande der wissen-schaftlichen Kenntnis treu geblieben, welchen die jeweiligeAbhandlung Wilhelm Grimms darstellt, hat aber Verweisungennicht gescheut, wo sie nützlich waren. Druckfehler, welche der