PRINCIPVM
Van des Keifer Otten feie,
Dac fcal to gnaden unde to heile
In aller Forften herte körnen;
So vvariieh han ek et vornomeni
Dat ek ec vvol darn fpreken nach»
Wo et uppe eine tit gelchach.
Einmonich mit einen barde.
Der was von San Sie Bernharde
Bi Halverßat Prowcs Garjvines
Bote , der ok fines
Goddes hufes fache vvarfF.
In der vuften, alfo darna ftarff
Der werde Keifer Otte»
Der jü des Klofteres hüte
An leve unde an huldenam;
Derfulve broder qvam
Vor den Keifer, doheönefach
Vil gutliken he to öme fprach»
Otte der Keifer frome:
Broder» fit vvillckome.
Gnade? fprakhcHere, unde feieb neder.
De Keifer to öme fprak feder:
Saget broder» dat gi falich fin>
Wo fären de fiowen min >
Mek is JeirT, (in gefunt:
Nu en hebbeek nicht an difTerftunt,
Dat ek minen leven frowen fende.
Uplofede he fine hende
Des Kciferesgar^f&Ao-«
Eyn gordelgut undedüre,
Dat umme (nie fielen gink>
Darmede koyper öne bering
Spiakhe ; unde nemet ör war»
Llude (egget ön mynen willen gar.
Der broder dankede ömefere,
Hefprak : Got lonegikleveHere.
Van dar reit he unde ijvam»
Datgordel he ok narr,
Undeflot etan finekiften,
Dat daraf nuen vvifte
De Proweft noch de Frowen.
He leit et nemande fchowen,
Wente he dachte an (inen mut;
Datgordel is fogut,
Du lealeet laten legen,
Unde an diner hudeplegen.
Alfo dat etmöte komen
DemeGoddeshufe to fromen,
Dan an^r/*^noch an fpife
Tüget vvol an mynner (a) prife.
Darnach ftarfFder Keifer truwe
An bicht unde angroterruvve»
Al(b men anmynfchen magßen,
Alfo (ine bichreger^f«.
De Frowen algemeine
ToGoddeküfch unde reine
Flirlik unde ftede
Mit vil grotem bede
40.
4,-
So.
BRVNSVICENSIVM.
3 f. Von des Key fers Otten fiel ■>
Dasßollzu gnaden und z,u heil
In aller Fttrßen hertz,e kommen ;
Alfo -war liehen hab ichs vernommen ,
Daß ichs "Jiol darßjprechen nacht
Wie es außeine zeitgefthach.
Ein munch mit einem hart j
Der was von Sandl: Burcharc
Bei Halberfladt Probft Goßwincs
Bot-, der auch feines
Gottes häufes fache warb
In der iaften/Ä darnach flarb
Der werde Keffer Otto ,
Der je das Clofler hatte
In lieb-, und in hutnant;
Derfelb bruder kam
Vor den Keffer, da erjnefah ,
Vil gut lieh er zuime fprach
Otto der Key[er fromme:
Bruder feit ■mitkomme,
GnadeHerre,fprach er*undneigetßch nider 5
Der Keyfer z,ujm jprachfither:
Saget brüderfdaßjr feiig feint ,
PViefaren die frawen ?»*/»,
Mir ift lieb) feint ße gefundt :
Nun hab ich nit in derßxndt-,
D tß ich meiner lieben fiawen fende.
Außöfet er feine hende
Des Keyjcrs gar gehewer
Eingitrtelgut und thewert
Das umb feine feiten gieng%
Damit kaufft ein herinck,
Sprach er,und nemetjre war t
Undfagetjne meinen willen gar.
Der bruder dancket jme fiher ,
Frjprachy Gottlone euch lieber Herrt.
Hten reyt er dannen er kamt
Den gurtel er auch nam-,
Und fchloß ine in feine kjßen\
Das darab niemand wiflen
Der Probft noch die Frawen,
Er ließ es niemandtfehawen ,
Dann er dacht in feinem müty
Der gurtel iflfo gut-,
Dufoltjnen da laßen liegen ■>
Und in deiner hut pßegen.
Alfo daß er möge kommen
Dem Gotshaußuu einemßommen-,
Dann an beringe noch anjpeifi,
Der zeugt man wolven min der m preißr t
Damacbßarb der Keyfer trenne
In beicht und in großer rtwe ,
So man an einen menfeben magkjrfprechen >
So feine beichtvatterjehen.
Die Frawen alle gemein
Zu Gott keufcb und reine
Flehe undßettet
Mit viel großem gebette
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(*) Minori pretip,