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CHRONICON
dp. LIV. Uppe den Rin biden dagen
Was gefeten , höre ek Tagen,
Eyn hogerForfte vvol bekant
Falentz-Greve Conrat was her genant.
Der vil grocer ere plach.
Deme werden Forften men des jach,
Dat ömeeyn Jungfrowelin
Got gegheven hedde fin
To erven fchöne unde klarl
Or fchöne unde ör döget gar
Fochten kampes vvife
Na tucht unde na prife.
Hertoginne Mechthilt de gude,
Des jungen Henriches moder,
Der was vil vvol gefäger.
Bi oren dagen , von der maget
Or tucht unde ör gebere,
linde wo fchöne dat fe were,
Se leit werven vil heymelich
Umme ören fon Henrich
An de moder der jungfrowen
Umme de doget fchovven.
Alfo verne dat gedreven wart
Van den Frovven gar vorfpart,
Dat de maget vil heymeliche
Gelovet wart Henriche,
Des alden föne yan Brunfvviche
Vorborgen ward gebracht
To Staleke amSulcher acht,
Alfo af he eyn knape wäre
Mit Ebbeden an groter vare,
Do he to StaUken qvam ,
AUb ek de mere vornam ,
DePalentz-Grevevvas darheime nichtj
Dat was vil vvol bericht
Nach der Frovven begherunge»
Van Brunfwich der junge
Leit fek baden unde härtere»
Unde finetl lif ziren
Akmangerleige fchöne.
On wart funder hone
An fin vverde lif geleit
Vanrikerkoft eyn nyge kleit,
We öne do hedde gelen,
De mofte van recht^«,
Dat he alle fine dage
Nu fchöner bilde enfage
Van mannes lyve, noch erdachte.
Tor der Frovven men öne brachte.
Mit groter leve fe öneuntfenk
Sinfchönde ördorchörhertegink;
Alfo
RHYTHMICVM
I» Cap. XLIV. Uff'dem Rhein bejden tagen
IVas fjefeffen, hör ichfanen ,
Ein hoher FiirQwtl erbwdtt
Palant&grave Conrad was er genant ,f. Der vil großen ehre» fflag.
Dem vier den Fitrßen mann das jahy
Daßjhme einjungfrawlin
Gott gegeben hett infinn
Zu erben fchöne undkjar.10. Ire fchöne und jre tugendtgar
Fochten kampjfes weife
Nachsucht und nach greife,
Hertz,ogin Mecbtild die guter ,
Des jungen Henrichs mutier ,\e t Der was vil wolgefaget.
Hey jren tagen , von der maget
Ire KMcht und jre neben ,
Wie fchon daßße were.
Sie ließ werben vil heymltcb20. Umb ihren fon Heinrich
An die mutier der jungfrawen
Umb die tugent fchawen.
jilfo fern das getrieben war dt
Von den Frawen garverfpart ,S/. Daß die magdvil heymlich
Gelobt war dt Henrich
Des alten fon von Braunfchwich.
Darnach fiarbjein ptutter tugendtreich ,
uils ich ehe hab gefprochen.g0 4 Die ehe hau gern ^erbrochen
Der Keffer underjnen beyden-,
Er began es fthr leiden
Jrem vatter und jre mütter.
Die Pfaltz.gr iivinguterjj*. Mit gr off er Weisheit das trtrachty
Alfoße es volltnbracht ,
Das jre der jung Henrich
Des alten fon von Braunfchwich
Verborgen war dt gebracht40 Zu Stalecke in folcher acht ,
Als ob er ein knabe were
Mit Abten in großer fahre.
Da er \u Stalecken kam ,
uils ich die mähr vernam ,Ar, Der F 'alantx.gr avt was daheyme nicht ,
Das was vilwolbtricht
Nach der frawen btgerunge.
Von Braun fchweig der junge
Ließßch baden undpariren ,J0. Und feinen leib Dimeren
In mancherley fchon.
Auch ward fondern hon
jin feinen werden leib gtlegt
Von reicher k$ß ein ntwes kleidff» Were ihn da hettegefehen ,
Der mußt auch von recht jehe» ,
Daß er alle fein tagt
Nie fchöner bildgefaht
Vap mannet leib , noch erdacht.60. Vor die frawen manjne bracht.
Mit gr offer liebße jne empfienge-,
Sein fchon jr durch jre htrtz,gienge ,
4'