192 V. Abschn. Kriegswesen. II. Th. II. Verzeichniß.In allen diesen Fällen kann man eine definitive Befreyungnur dann bewilligen, wenn die methodische, lang fortgesetzteund durch wahrhaft unterrichtete Doctoren, angewandte Be-handlung fruchtlos gewesen, und der Gesundheitszustand desKranken merklich geschwächt ist. Sonst findet nur AufschubStatt, damit der Reclamirende Zeit habe, passende Mittelzu gebrauchen.25. Der entschiedene, anerkannt unheilbare, durch deut-liche, alte, im Berichte angegebene Zeichen charakterisirteZustand der Cacherie, scorbutischer, glanduloser und andererArt.Die anerkannt unheilbaren Wassersuchten.Diese verschiedenen Cacherien machen, wenn sie auf einenhohen Grad gestiegen sind, den Kranken zu jedem Militair-dienste untauglich; sind sie aber noch nicht eingewurzelt, sindsie von einer Ursache hervorgebracht und unterhalten, die mankräftig bekämpfen kann, so dürfen sie nur zu einem AufschubeAnlaß geben.26. Die Schwäche und die äußerste Magerkeit, verbun-den mit einer kleinen oder sehr großen außer den gewöhn-lichen Proportionen gelegenen Statur.Diese Fälle sind im Alter der Conscription nicht selten;sie erfordern viele Klugheit in dem darüber zu fällenden Urtheil,und müssen oft einen Aufschub veranlassen (F).(F) Der letzte, der augenscheinliche Ausnahme vom Militair-dienste nach sich ziehenden Artikel, ist der Marasmus, den manals den letzten Grad des cachectischen Zustandes betrachten muß.Er ist das Product einer oder mehrerer Krankheiten. Das Ver-magern kann von einem Mangel an Kraft und Entwickelung her-rühren; der erste Fall ist fast ohne Hoffnung, der andere läßtBesserung zu.Gewiß ist es, daß eine äußerste Magerkeit im Alter der Con-scription, verbunden mit einer kleinen Statur, schwach ausgebrück-ten Muskeln und zarter Stimme, andeuten, daß entweder dasIndividuum niemahls Mann im wahren Sinne des Wortes ſeynwird, oder daß, um es zu werden, und fähig zu seyn, die Stra-patzen des Militairdienstes auszuhalten, sich zuvor in seinem Temps-
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