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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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114 I. Kriege von 1613—1689.

Kasakenthumg, und weil es mit diesem zusammen bei gleichem Ziele eineverhältnissmässig bedeutende Kriegsmacht im Osten Europa's bildete.

Polen -und Lithauen, Tataren und Türken dahingegen, welche inBeziehung auf Kriegswesen, wie in allen anderen Beziehungen, sich inäusserster Unordnung, Ohnmacht und Verfall befanden, höchst unruhigbei sich wie gegenüber allen ihren Nachbarn waren, standen hinter diesen inOst- und besonders in West-Europa weit zurück, —Polen und Lithauen hin-ter Schweden. Russland, Kasaken, Tataren und Türken, in Folge ihrerUnordnung und Anarchie, — die Tataren hinter den Kasaken wegen ihrereingewurzelten wilden und räuberischen Triebe, — und die Türken hin-ter den Kasaken und besonders hinter Oesterreich und den westeuropäi-schen Staaten in Folge der bei diesen sich entwickelnden neuen Kriegs-kunst und der in der Türkei herrschenden Verwirrung, Desorganisationund Ohnmacht gegenüber dem Despotismus des Heeres.

Das ganze Osteuropa überhaupt (Schweden ausgenommen) stand inBezug auf den Zustand seines Heerwesens und seiner Kriegsorganisationim Vergleich zu den Staaten Westeuropa's, namentlich in der zweitenHälfte des 17. Jahrhunderts auf einer weit niedrigeren Stufe, da siemehr einen orientalisch-asiatischen, als den westeuropäischen Cha-rakter trugen.