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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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34. Kriege der Eömer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 323

Lande gewann wieder neuen Muth und verstärkte sich. Mithridates aberwollte sie durch Grausamkeit niederdrücken und erbitterte sie dadurchnur noch mehr gegen sich, sodass sie zu den Waffen griff. Viele Städteerklärten sich offen gegen ihn; mit denjenigen, welche er sich mit Ge-walt unterwarf, verfuhr er äusserst grausam, die Folge davon war aber,dass sein Ansehen in Klein-Asien mehr und mehr sank, das der Römerdagegen sich immer mehr hob. Dieser Umstand im Verein mit der fastvollständigen Vernichtung der beiden starken Armeen Mithridat's zwangden politischen König, durch Vermittlung des Archelaus mit Sulla überden Frieden zu unterhandeln. Sulla und Archelaus einigten sich dahin,dass Mithridat auf die Provinz Asien und auf Paphlagonien verzichten,Bithynien an Nikomedes, Kappadocien an Ariobarzanes zurückgeben,2000 Talente an die Römer bezahlen, ihnen 70 ausgerüstete Kriegsschiffeausliefern solle, und auf diese Bedingungen hin in seinem früheren Be-sitze bestätigt und zum Bundesgenossen Roms erklärt werden solle.Mithridat verwarf nicht gänzlich diese für ihn drückenden Bedingungen,aber er beeilte sich auch nicht mit ihrer Annahme, weil er auf die Kundevon dem Eintreffen des Flaccus in Griechenland neue Hoffnungen aufetwaige Vortheile aus den zu erwartenden Feindseligkeiten zwischenFlaccus und Sulla setzte.

Flaccus, Anfang des Jahres 85 mit 2 Legionen in Griechenland ein-treffend, war im Kriegswesen vollkommen unerfahren, dabei ein selbst-süchtiger Mensch, geizig und grausam gegen die Truppen im höchstenGrade, deshalb auch von diesen gehasst und von seinem Legaten Firnbriaverachtet, der gerade die entgegengesetzten Eigenschaften besass, wohl-erfahren im Kriegswesen, freigebig und freundlich gegen seine Soldatenwar, von ihnen auch sehr geliebt wurde, im Uebrigen aber zu den ver-zweifeltsten, ja verbrecherischsten Handlungen fähig und bereit war.Flaccus und Firnbria kamen indessen dahin überein, dass sie sich vonSulla entfernen und durch Macedonien und Thracien nach Byzanz gehenwollten, um von dort nach Klein-Asien überzusetzen. Hier wiegelte aberFirnbria das Heer gegen Flaccus auf, Flaccus floh nach Chalcedon undNikomedia, wurde aber eingeholt und durch Firnbria getödtet. Nunübernahm Firnbria den Oberbefehl über die Armee, wandte sich nachBithynien, schlug daselbst den Sohn Mithridat's aufs Haupt, welchem derVater den Schutz dieser Provinz anvertraut hatte, wandte sich directgegen Pergamus und zwang Mithridat von da in die Seestadt Pitane zufliehen, schloss ihn hier von der Landseite ein und forderte Lucullus auf,mit der Flotte auch von der Seeseite ihn einzuschliessen. Lucullus aber,der dem Sulla ergeben war und Firnbria verachtete, lehnte diese Auf-forderung ab und rettete dadurch Mithridat. Trotzdem aber zwang dieüble Lage, in welcher Mithridat sich befand, auf der einen Seite von

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