22 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (323—3Ü v. Chr.).
in Iberien Hess, er seinen Bruder Hasdrubal mit 12,650 Mann Fussvolk(11850 Afrikaner, 300 Ligurier, 500 balearische Schleuderer) nebst2550 Mann Reiterei (450 Liby-Phönizier *) und Afrikaner, 300 hispani-scher Ilergeten und 1800 Numidier oder Mauretanier), im Ganzen15,200 Mann mit 21 Elephanten und 50 Seeschiffen, grösstentheils Fiinf-ruderern. Für den Feldzug in Italien endlich unter seiner persönlichenFührung bestimmte er ein Heer von circa 90,000 Mann zu Fuss und12,000 Reitern, theils Afrikaner, theils Hispanier und andere europäischeTruppen. Bei dieser Armee befanden sich auch 37 Elephanten, Last-thiere und Bagage. Die ganze Armee wurde zu Ende des Winters beiNeu-Karthago zusammengezogen und zu dem Zuge ausgerüstet.
Wenn wir die beiderseitige Eintheilung der Kräfte vergleichen, wirddas Fehlerhafte auf Seiten der Römer noch deutlicher hervortreten. Zuderselben Zeit, als ihre stärkste Armee, 26,400 Mann, nach Sicilien undAfrika dirigirt wurde, gingen 23,800 Mann nach Iberien, wo Hasdrubalmit 15,200 Mann zurückblieb, und nur 23,600 Mann wurden in das cis-alpinische Gallien gesandt, wohin sich Hannibal mit seiner Hauptmacht,über 100,000 Mann stark, wendete. Die Römer sendeten also von ihrendrei Armeen die grosseste nach Afrika und die kleinste in das cisalpini-sche Gallien! Die weitere Darstellung wird zeigen, welche Folgen dieshaben musste.
*) Nach Livius waren es nur 300 Liby-Phönicier, 200 Ilergeten, im Ganzen14,700 Mann und 14 Elephanten. Anmerkung des Uebersetzers.