21. Kriege der Eümer von 343 bis 264. \ 49
verbündete Stadt zu befreien, wurden aber geschlagen. Ein andrerDictator, Fabius Maximus, setzte (316) die Belagerung fort, schlug gleich-falls die wiederum der Stadt zu Hülfe kommenden Samniten in einemReitergefecht, warf sie gänzlich zurück, und nun ergab sich ihm dieStadt Satricula. Gleichzeitig aber hatten die Samniten die den Römern ver-bündete Stadt Plistia mit Sturm genommen. Der Dictator brach sofort gegendie Stadt Sora in Campanien auf, deren Einwohner die römischen An-siedler erwürgt und sich auf die Seite der Samniten gestellt hatten. DasHeer der Letzteren folgte dem Dictator und wurde von diesem, ohneentschiedenen Erfolg indessen, angegriffen. Bei Annäherung des Be-fehlshabers der Reiterei, Cajus Fabius , mit einem neuen Heer von Romher griff aber der Dictator die Samniten zum zweiten Male an und schlugsie aufs Haupt. Ihr Lager wurde erobert und geplündert, und diejenigenvon ihnen, welche zwischen die beiden römischen Armeen geriethen,wurden Alle niedergemacht. Darauf wandten sich beide Armeen gegenSora und nabmen sie durch Verrath (314).
Im J. 314 trugen die Römer den Krieg auch in das Land der Au-soner, welche im Verdacht standen, abfallen zu wollen. Drei ihrerStädte: Ausona, Minturnä und Vescia wurden den Römern durch Ver-rath übergeben und streng bestraft, Luceria, das eine römische Be-satzung gehabt hatte, wurde erstürmt und alle seine Einwohner nebstden darin befindlichen Samniten niedergemacht.
Da auch in Campanien Spuren einer Verschwörung gegen Rom ent-deckt wurden, so entsandte man den Dictator Mänius dorthin, der sofortauch ganz- Campanien zur Ruhe brachte. Die Samniten hatten in Er-wartung dieses Aufstandes sich bei Caudium gelagert, um dann sogleichCapua den Römern zu entreissen. Die Consuln Pötelius und Sulpiciussuchten sie auf und brachten auf den campanischen Ebenen nach heissemerbittertem Kampfe ihnen eine entscheidende Niederlage bei; die Sam-niten sollen an 30,000 Mann verloren haben (doch erscheint diese Angabeder römischen Schriftsteller übertrieben). Den Winter über (314—313)lagen die Consuln vor der Stadt Bovianum. Der Dictator Pötelius stiesshier zum Heere, zog gegen die von den Samniten genommene StadtFregellä, brachte sie in seine Gewalt und wandte sich dann nach Nolain Campanien, welche Stadt er auch unterwarf.
Im J. 312 wurde in Folge der von den Etruskern vorgenommenenRüstungen Bubulcus zum Dictator ernannt, da sich die Etrusker aberruhig verhielten, so gab es in diesem Jahre weder mit den Etruskern,noch mit den Samniten Krieg.
Im J. 311 nahm der ConsulJunius den Samniten die Stadt Cluvia, dannBovianum mit Sturm weg, Hess in der Ersteren zur Strafe für den Ver-rath alleErwachsenen umbringen und überliess die Zweite seinen Truppen