Fünftes Kapitel.Die Perser.
§. 33. Militärische Organisation der persischen Monarchie. — tj. 34. Heereseinrich-tungen und Kriegswesen im Allgemeinen. (j. 35. Feldzug des Darius Ilgstaspisgegen die Scythen (513«. Chr.).
Quellen : Bibel: Bücher Msra und Esther; Herodot; Xenophon; Diodor; Arrian;Heeren und die im ersten, zweiten und dritten Kapitel genannten.
§.33.Militärische Organisation der persischen Monarchie.
Ihre regelmässige militärische Organisation verdankt die grossepersische Monarchie zuerst dem dritten persischen Könige Darius I.Hystaspis (522—486). Unter ihm und seinem Sohne Xerxes I. ;486 bis4(35) bestand sie im Allgemeinen im Folgenden:
Um die Herrschaft.über die fremden eroberten Länder sicher zu stellenund sie vor äusseren Feinden zu schlitzen, unterhielt die persische Regie-rung stehende Heere, vertheilt auf die zwanzig Satrapien oder Statt-halterschaften , in welche Darius sein Reich getheilt hatte. Damit aberdie Satrapen ihre Gewalt nicht schlecht anwenden könnten, trennte Dariusdie Militärgewalt ganz von der bürgerlichen, übergab den Satrapen nurdie letztere, und legte die erstere besonderen militärischen Befehlshabernin die Hand, welche er selber ernannte und versetzte, und die mit demvon ihnen befehligten Truppencorps in voller und unmittelbarer Ab-hängigkeit von ihm standen. Deshalb hiessen die stehenden Heere auchkönigliche. Ihre Rekrutirung und Ersatz lagen ihren speciellen Ober-generalen ob, von den Satrapen ihrer Provinzen erhielten sie nur Lebens-mittel und Unterhalt, in natura und in bestimmtem Gehalte und Maasse,aus den den Satrapen zustehenden Steuern und Einkünften ihrer Satra-pien. In jeder Statthalterschaft gab es zwei wesentlich von einanderverschiedene Truppenarten: active oder Feldtruppen, undStadt-oder Garnisontruppen.