1. Die alten asiatischen und afrikanischen Völker und Reiche. (>7
Zeit des ägyptischen Pharaonen Apries fällt. Apries hatte mit dem KönigZedekia von jiula ein Bündniss geschlossen und lehnte sich gegen Nebu-cadnezar auf, der Jerusalem belagerte 589). Aber Nebucadnezar hobdie Belagerung anf, zog ihm entgegen, schlug ihn, drang in Aegyptenein, zwang es zur Zahlung von Tribut und kehrte dann mit reicherBeute nach Juda zu erneuter Belagerung Jerusalems zurück.
In den 24 Jahren, dass das babylonische Königreich nach seinemTode noch existirt, bekriegen die Babylonier sich theils unter einander,theils mit den Medern, doch sind diese Kriege ohne Bedeutung und endenunter dem letzten König Nabonnedus (bei Herodot Labynetos, in derheil. Schrift Balthasar) mit der Einnahme von Babylon und der Erobe-rung des babylonischen Reiches durch die Perser unter Führung desCyrus (538).
Die Kriege der Meder werden nur zur Zeit ihrer Lostrennung vomassyrischen Königreich und der Bildung eines unabhängigen medischenReiches '714—700) von Bedeutung. Nach 53jähriger friedlicher Regie-rung des ersten medischen Königs, Dejoces (700—647 , führte sein Sohnund Nachfolger Phraortes (647—625) mehrere äussere Kriege mit derAbsicht, die Grenzen des medischen Reiches zu erweitern. Nachdem erim Süden Persien, und nach Norden das Land am südlichen Ufer descaspischcn Meeres erobert hatte, fiel er in Assyrien ein und zog sieghaftbis vor Ninive, aber unter den Mauern dieser Stadt wurde er von denAssyriern geschlagen und getödtet (625). Sein Sohn und NachfolgerCyaxares (625—585) setzte den Krieg gegen Assyrien fort und belagerteNinive; aber der Einbruch der Scythen nöthigte ihn zur Aufhebung derBelagerung und Rückkehr in sein eignes Land. Nachdem er die Scythenvertrieben und was zurückblieb vernichtet hatte, erneute Cyaxaresden Kampf mit den Assyriern und beendete ihn, im Bündniss mit Nabo-palassar, durch Einnahme und Zerstörung von Ninive (610). Die nunerfolgende Theilung der Länder des gefallenen assyrischen Reiches zwi-schen Nabopalassar und Cyaxares, und die damit gegebene Ausdehnungder Grenzen des medischen Reichs bis an den Fluss Halys, brachte diesesReich in Berührung mit dem jenseits des Halys liegenden grossen lydisch-phrygischen Königreich in Kleinasien. Bald entstanden Zwistigkeitenund endlich Krieg zwischen beiden Reichen. Vier Jahre lang wurde er mitwechselndem Erfolge geführt; im fünften Jahre, gerade als beide Heerezur allgemeinen Schlacht gegen einander rückten, welche den Krieg ent-scheiden sollte, entstand eine totale Sonnenfinsterniss, worüber die Mederso erschraken, dass sie zu kämpfen aufhörten und auf Vermittlung Nebu-cadnezar's mit den Lydiern Frieden und Bündniss schlössen (585). Nacheiner 25jährigen friedlichen Regierung des Astyages, Sohnes des Cyaxa-res, erhoben sich die den Medern botmässigen persischen Stämme unter