Vorwort. VII
Wie oben gesagt, wird darin die Kriegsgeschichte im erfor-derlichen Zusammenhange mit der Geschichte der Gegenwart, derpolitischen, der Geschichte der Kriegskunst, der Kunst der Krieg-führung und der Kriegsliteratur betrachtet.
Die eigentliche allgemeine Kriegsgeschichte des Altertimmsist in bestimmte Abschnitte getheilt, je nach dem Gange undder Entwickelung, der Vervollkommnung oder dem Verfall derKriegskunst .überhaupt und der Kunst der Kriegführung be-sonders. In jedem Abschnitt gehen der Untersuchung der Kriegeund Feldzüge ein kurzes Verzeichnis» der Quellen und eineDarlegung des Zustandes der Kriegskunst voran. Die Kriegeund Heerzüge grosser Feldherren, oder solche Kriege, die durchirgend Etwas besonders wichtig, bemerkenswerth und belehrendin Hinsicht auf Kunst und Wissenschaft erscheinen, werden voll-ständiger und ausführlicher behandelt, die übrigen aber ihrerWichtigkeit in der erwähnten Hinsicht entsprechend, mehr oderminder kurz gefasst.
Diesen Hauptgrundzügen gemäss ist die allgemeine Kriegs-geschichte des Altertimms in folgende vier Hauptabschnitte ge-theilt:
Der erste — des Anfangs und der allmäligen Entwicke-lung der Kriegsverfassungen und des Kriegswesens im Orientbei den älteren Völkerschaften Asiens und Afrikas, und inEuropa bei den Griechen bis zum Anfang der griechisch-per-sischen Kriege (500 v. Chr.).
Der zweite — der allerhöchsten Entwickelung und Blütheder Kriegsverfassungen und der Kriegskunst bei den Griechen,vom Anfang der griechisch-persischen Kriege bis zum TodeAlexander's d. Gr. (500—323 v. Chr.).
Der dritte — der allerhöchsten Entwickelung und Blütheder Kriegsverfassung und Kriegskunst bei den Kömern vomTode Alexander's d. Gr. bis Augustus oder dem Entstehen desrömischen Reiches (323—30 v. Chr.).
Der vierte — des allmäligen Verfalls der Kriegs Verfassungund Kriegskunst bei den Römern von Augustus bis zum Verfalldes weströmischen Reiches (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.).