I. Abtlieilung.
Von Augustus bis zu Diocletian.
(30 v. Chr.—284 n. Ohr.)
Neunundvierzigstes Kapitel.
Militärische Organisation, Einrichtungen und Kriegs-kunst Ini römischen Kaiserreich zu dieser Periode.
(30 v. Chr.-284 n. Chr.)
§.343. Militärische Organisation und Einrichtungen. — §. 'iH. Verschiedene Truppen-gattungen, ihre Anzahl und Bewaffnung. — §. 345. Aufstellung, Beioegungs-und Kampfart der Truppen. — §. 346. Innere Organisation und Geist derTruppen. —§. 347. Lagerbau, Fortification , Belagerungskunst und Ballistik. —§. 348. Standpunkt der Kriegskunst im Allgemeinen . —■ §. 349. Kriegsmacht undKriegskunst zur See.
§. 343.Militärische Organisation und Einrichtungen.
Mit der Alleinherrschaft des Cäsar Octavianus Augustus Y ) beginnteine neue Ordnung der Dinge. Indem er die römische Republik in eineMonarchie, wenn auch noch mit republikanischen Formen, verwandelte,gab Augustus ihr eine neue den Umständen entsprechende kriegerischeOrganisation. Zur Festhaltung und Sicherung der obersten, durch Gewaltder Waffen errungenen, Gewalt, sowie zur Aufrechthaltung von Ruheund Ordnung im Innern und zum Schutz des Staates nach Aussen, er-richtete er ein stehendes Heer, das zu Kriegs- wie zu Friedens-Zeitvorhanden und theils aus den vom Bürgerkriege übrig gebliebenen, theilsaus neu ausgehobenen Truppen zusammengesetzt war. Bei den aus dem
*) Seit dem J. 27 erhielt durch Senatsbeschluss Cäsar Octavianus den Ehren-Beinamen Augustus (Erhabener = Majestät), der zeitweilig erneut wurde und aufseine Nachfolger überging.
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