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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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266 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

diesen raschen Entscliluss und seine persönliche Befehlsführung auf demMeere wendete Cäsar grosses Elend von sich ab, nämlich die Vernichtung-seiner beiden Geschwader bei Hadrumetum und Thapsus, sowie desjeni-gen, welches zwei Legionen aus Sicilien heranführen sollte, und endlichdes grossen Transportes, den er noch von dorther erwartete. Dies Alleswürde er möglicher Weise nicht erreicht haben, wenn er auch nur imGeringsten gezaudert oder die Ausführung einem Andern übertragenhätte.

Nichtsdestoweniger war seine Lage noch immer sehr ungünstig, in-dem er von Zufuhren an Verstärkungen und Vorräthen über's Meer ab-hängig blieb, welches zu dieser Jahreszeit von häufigen heftigen Stürmenheimgesucht wurde; zu Lande war Nichts zu erlangen, da die Gegend,in welcher sein Heer so lange schon lag, vollständig erschöpft war,und au Lebensmitteln stellte sich schon ein empfindlicher Mangel ein.Dies veranlasste ihn ein Truppencorps zum Aufsuchen und Beschaffenvon Getreidekörnern auszuschicken, welche die Landes-Eingebornen dieGewohnheit hatten in Erdhöhlen aufzubewahren. Diese Abtheilung fandauch Korn und brachte eine grosse Menge davon ins Lager. Labienus,der hiervon gehört hatte, legte zwei Legionen und Reiterei in einen Hin-terhalt, um bei der nächsten Expedition gleicher Art unvermuthet Cäsar'sFourageure zu überfallen. Aber Cäsar nahm seine acht besten Legionennebst Cavallerie, führte sie zu dem Versteck des Labienus, griff die darinbefindlichen Truppen an und schlug sie.

Dies Alles aber half dem grossen Mangel an Lebensmitteln nur wenigab, so dass endlich Cäsar Nichts mehr übrig blieb, als den Aufstellungs-ort seiner Armee zu wechseln oder den Feind anzugreifen. Das letztereMittel war für jetzt noch ziemlich gewagt und beschwerlich, Cäsar ent-schloss sich deshalb weiter gen Süden nach Thapsus zu gehn, wo er einweniger ausgesogenes Land und ihm wohl gesinnte Städte zu findenhoffte. Diese Erwägungen überwogen in seinen Augen den Vorwurf, dener sich dadurch zuziehen konnte, dass er nicht sein mit so viel Beschwer-den , Entbehrungen und Opfern verbundenes Unternehmen bis zu Endegeführt hatte.

§. 317.

Marsch Cäsar's und Seipio's nach Thapsus und ihre Unter-nehmungen dort.

Anfangs December des Jahres 47 (nach jetzigem Kalender) um3 Uhr Morgens marschirte Cäsar's Armee in einer Colonne nach der rech-ten Flanke ab durch ßuspina längs des Meeresufers nach Süden, und