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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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43. Dritter röm. Bürgerkrieg zwischen Cäsar u. Pompejus (4'J45 v. Chr.). 249

Als die Gesandten des Pharnaces mit Vorstellungen und Versicherungender Ergebenheit zu ihm kommen, fordert Cäsar, dass er seine Ergeben-heit sogleich durch Räumung von Pontus, Freilassung der gefangenenrömischen Bürger und Zurückgabe aller von ihnen eingezogenen Güterbezeuge. Pharnaces versprach dies Alles zu thun, in der Hoffnung, dassCäsar sich bei seinen Versprechungen'beruhigen und nach Rom eilenwerde, und deshalb säumte er sehr mit der Ausführung des Versproche-nen. Nun beschloss Cäsar der Sache durch Waffengewalt möglichstrasch ein Ende zu machen, und dieser Entschluss verdient, bei seiner anZahl geringen und wenig zuverlässigen Macht gegenüber der zahlreichenArmee des Pharnaces, ganz besondere Beachtung. Er beweist, dassCäsar die numerische Ueberlegenheit des barbarischen asiatischen Hee-res verachtete und sich auch nicht auf seine kleine Armee, oder richtigerauf die sechste Legion allein, sondern lediglich auf sich selbst verliess,und auf dieses Selbstvertrauen, auf seinen Willen, seine Erfahrung undGeistesgegenwart war auch ganz besonders sein Entschluss gegründet.Er entspringt daher einem Charakterzuge Cäsar's, den man nicht ausden Augen verlieren darf. Es lag überhaupt nicht in seinem Wesen, beiähnlichen Gelegenheiten matt und langsam zum Ziele zu streben, undnach Hirtius Pansa musste, was er für gewöhnlich aus Neigung that, ergegen Pharnaces aus Notwendigkeit thun.