I 34 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (323—30 v. Chr.).
vorn) oder nach links (zehnte Cohorte vorn), wobei die ganze Legion1400 Fuss, bei verdoppelten Gliedern 2600 Fuss Strassenlänge einnahm.Die Bagage einer Legion wurde, bei normaler Anzahl, auf 520 Last-thieren fortgeschafft. Bei einer Colonnenbreite von 40 Fuss konntenacht solcher Thiere neben einander gehen, sodass für 65 Glieder, zu10 Fuss Tiefe jedes, sich 650 Fuss Tiefe für den gesammten Train einerLegion ergaben, bei 20 Fuss Colonnenbreite aber 1300 Fuss. Auf dieseWeise hatte die Legion mit Train in der Marschcolonne in Centurien2050, oder (bei verdoppelten Gliedern) 3900 Fuss Strassenlänge (= 3 / 5 —1 '/ 2 Werst = circa »/ 8 Meile).
Die Marschbewegungen der Legion in Schlachtordnung fan-den entweder treffenweise(in zwei oder drei Colonnen) oder flügel-weise d.h. in Frontalabtheilungen statt. Bei der treffen-weisen Marschordnung marschirten die erste bis vierte Cohorte in derersten, die fünfte bis siebente in der zweiten, die achte bis zehnte in derdritten Colonne, jede in Manipelcolonne; durch die einfache Wendungnach rechts oder links konnte die Schlachtordnung wieder hergestelltwerden. Bei der flügelweisen Marschordnung, oder in Frontal-abth ei hingen marschirte die Legion auch in drei Colonnen: in derersten die erste, fünfte und achte .Cohorte ; des rechten Flügels, in derzweiten die zweite, sechste und neunte des Centrums, und in der drittendie vierte, dritte, siebente und zehnte Cohorte des linken Flügels, jedeCohorte in Centurien- (Zug-) Colonne.
Wenn mehrere Legionen in Schlachtordnung in Frontalabtheilungenmarschirten, so war die Zahl der Colonnen dreimal so gross als die derLegionen (sechs, neun, zwölf u. s. f.), jede Colonne bestand aus dreiresp. vier Cohorten.
Die Marschordnung im Viereck oder Quadrat [agmenqitadratum) war dasselbe, was bei der Schlachtordnung die Auf Stel-lung inMasse [oriis) war und bildete sich folgendermassen: an derTete marschirte eine Abtheilung in Schlachtordnung, in Frontalabthei-lungen, hinter dieser die Bagage, und an der Queue eine zweite Abthei-lung in derselben Formation wie die erste, zu beiden Seiten der Bagageaber gingen die dritte und vierte Abtheilung auf den Flanken, jede Co-horte in Manipeln-Colonne. In dem Zuge gegen die Bellovaker mar-schirten die Colonnen in einer nicht ganz vollkommnen Vierecks-Marsch-ordnung, nämlich ohne Flankenabtheilungen zu beiden Seiten desTrains. Bei dem Zuge Cäsar's von Gergovia fort und nach seiner Ver-einigung mit Labienus durch das Gebiet der Lingonen in jenes der Se-quaner und zu den Grenzen der römischen Provinz wollte Cäsar wahr-scheinlich die Marschordnung im Viereck innehalten, allein von denGalliern heftig gedrängt, konnte er sie nicht herstellen und formirte