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1 (1860)
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473
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Actum colonic feliciter dominice incarnationis amio DCCCCLXXX 989nono indictione secunda.

Nach dem Original im Stadt-Archiv, Nr. 9ß9. Das Siegel des Erzbischofs guterhalten. (Siehe Tafel I. Nr. 1.) Diese Urkunde wurde früher in der Abtei-Kirchevon St. Martin aufbewahrt. Ein völlig gleichlautendes, aber fast ganz zerstörtesExemplar befindet sich noch im Archiv von St. Martin. Auffallender Weise istdiese Urkunde mit dem Siegel des Heribertus versehen. Lacomblet (Archiv III. 1.p. 109) hegte, nachdem ihm die vorangehende Urkunde, Nr. 17, in einer Copie be-kannt geworden war, Zweifel an der Echtheit dieser Urkunde Nr. 18. Diese Zweifelwichen aber später der Annahme, dass die zweite Schenkung des Evergerus eineErweiterung der ersten enthielte. Wir zweifeln um so weniger an der Echtheit derUrkunde, weil sich die erweiterten Schenkungen Evergerus' in der päpstlichenBestätiguugs-Urkunde vom Jahre 1158 (Original im Pfarr-Archiv von St. Martin)wiederholen. Papst Adrian bestätigt: »quiequid hone memorie Euergerus Coloniensisarchiepiscopus nostro monasterio canonice tradidit, scilicet Rodenkirche et fiiterdecum piscatione Reni in tractibus et iustitia, que dicitur ban. Insuper quiequid iurisin uillis wizersheim et ascha idem habebat archiepiscopus . . .ex dono memoratiEvergerii ecclesiam, que est in flitterd. Insuper ex dono eiusdem in urbe ColoniensiMacellum omne et areas a porta frumenti usque ad occidentalem murum ciuitatiset iterum a porta fori usque ad murum Reni.« In einer Urkunde des Abtes Ludolfvom Jahre 1228 über die abteilichen Gitter heisst es ferner: »tria retia in tractu Reniversus stamheym, unde unus denarius soluebatur, in quibus retibus abbas ecclesienostre annuatim tres iactus iure habebit, de tribus autem retibus, que in tractu reniversus ulithirt dueuntur, decem solidi ecclesie nostre annuatim soluentur.«

Nr. 19.

Erzbischof Heribert von Köln schenkt der Abtei St. Martin in Köln

13 Mansen in Sackenheim im Moselgau, so wie das Kirchlein in

Pingsheim. - 1022. 29. Juni.')

Qnisquis fidelium ac dominum amantium terrorem habet ad poe-narn uel spem portat ad ueniam, cauendum est magnopere, ne in

') Das Datum der Urkunden Nr. 19 und 20, an deren Echtheit zu zweifelnwir keinen Grund haben, steht im Widerspruch mit dem von den meistenChronisten angegebenen Todesjahr des Erzbischofs Heribert. Schon Mörkens,der Copieen dieser Urkunden vor sich hatte, hat auf diesen Widerspruchaufmerksam gemacht. (Conatus chron. p. 85 ff.) Er glaubte an der Richtig-keit der Abschrift zweifeln zu müssen. Das Nekrologium des Domstiftesnennt als Heriberts- Todestag den l(i. Mär/. Damit stimmen alle anderenNachrichten überein. Die Inschrift auf einer Bleitafel im Grabe des h. He-ribertus (Gel. farr. I. f. 209), Lantbcrtus in der Vita Heribert! (Pertz, VI.