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Nr. 258.
Hilger von der Stessen schreibt an Fürsten, Grafen, Herren, Ritter,
Knechte, Städte und alle ehrbaren Leute bezüglich des ihm von der
Stadt Köln angethanen Unrechtes und theilt zugleich den an den
kölner Rath gerichteten Brief mit. — 1396, 11. Juni.
139ö Copia der abgeschrift, die Hörne, der herolt, mit yme hat.
Allen fursten, graven, herren, rittern, knechten, steten und allenerbern luten enbieten ich Hildeger van der Stessen, ritter, mynen dienstund lassen uch alle wissen, als von der geschiente, die zu Coeln in derstat nu kurtzlich noch wihennachten geschehen ist, das ich da vonkeynerley ufflauffe inwiste noch dem, das ich mit yn zu rate gehortenmit eyden üblichen zu den heiligen gesworn, mit briefen versigelt inverbuntnisse da stunden. In diser verbuntnisse so hant sie mir ge-standen noch myme libe nach mym gute, und gelt uff myn lip gesatzt,mich yn überzugebende, und in manchem huse hussuche nach mir getanund mir alle myn gut in der stat zu Coellen genomen und mir mynromage und frunde dryzehen gefangen, die sie vor getrost hatten, libesund gutes sicher zu-sin, die noch in stoecken sitzent und yn kettenverslossen vesteclich, und uff den trost und glauben so hant sich diedryzehen yn hergeben und "yn dem glauben und uf den trost so haltentsie sie noch uff disen hutigen tag und sagent hinder mir, das mir anmyn ere triffet, mit gedahten Worten, das man also in der warheitnit befinden sal, und dis ist mir alles geschehen unverwarnet in gutemglauben und yn fruntschaft und unbesorget mynes libes und mines gutes,under des das ich mit yn gessen und gedruncken hau, und han darumbzu zweyen malen dem rate zu Coeln geschriben, daruff mir noch keinantwurte worden ist, desselben briefes abgeschrift harnach in diesembriefe geschriben stet.
Minen fruntlichen grus zuvor. Ersamen wisen lute. Mir ist eingross hohmut und ungelaube an mym libe und gut wyderfarn in derstat zu Coeln mit heimsuche und hussuche mynes libes und mit namenmines gutes unbetedingte van uch oder yemans von uwern wegen, undalles, als ich des vor uch unbesorget bin gewest und als ich es umbuch nye verdienet han und ouch noch nit enweis, warumb es mirwiderfarn sy, und bitte uwer erberkeit, daz ir mir verschriben wellentsenden, warmit oder warumb es mir geschehen sy, daruff so wil ichso bescheidenlichen antwurten, das alle herren und alle erber lute sehen