l5SI|Lk 1 f
Zweiter Teil.
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Kurt. Du meinst, ich sollte leiden?
Der Kapitän. Ja!
Kurt. Es würde dich freuen, wenn ich litte; duwünschest, daß ich leide?
Der Kapitän. Kannst du leiden, du? . . . Einmalfiel ich krank nieder — du warst anwesend . . . und ichkann mich nur erinnern, daß dein Gesicht unverstellteFreude ausdrückte!
Alice. Das ist nicht wahr! Kurt saß die ganzeNacht an deinem Bette und beruhigte dich, wenn dieGewissensqualen zu schwer wurden . . . aber als du ge-nasest, warst du undankbar...
Der Kapitän [ohne auf Alice zu hören]. Mithin wirdAllan uns verlassen!
Kurt. Wer wird die Mittel hergeben?
Der Kapitän. Das habe ich bereits getan, das heißtwir, ein Konsortium, das sich für die Zukunft des jungenMannes interessiert!
Kurt. Ein Konsortium!
Der Kapitän. Ja! — Und damit du weißt, daß esmit rechten Dingen zugegangen ist, kannst du hier dieListen sehen. [Reicht ihm Papiere.]
Kurt. Die Listen? [Liest in den Papieren.] Dassind ja Bettellisten!
Der Kapitän. Nenn es so!
Kurt. Hast du für meinen Sohn gebettelt?
Der Kapitän. Bist du jetzt wieder undankbar! —Ein, undankbarer, Mensch, ist die schwerste Bürde, diedie Erde trägt!
Kurt. Dann bin ich bürgerlich tot! . . . Und mitmeiner Kandidatur ist es nichts! ...
Der Kapitän. Welche Kandidatur?
Kurt. Für die Reichstagswahl!