TUf
r
Zweiter Teil.
113
\
seid ihr jetzt so gute Freunde? . . . Wovon sprecht ihr,wenn ihr Arm in Arm geht? .. .
Allan [kann nicht antworten].
Judith. Allan! Du wirst bald sehen, wer ich bin,und daß ich was tun kann für den, um den ich michkümmere . . . Und einen Rat will ich dir geben . . . ob-wohl ich nicht klatschen will! ... Sei bereit!
Allan. Worauf?
Judith. Auf Verdrießlichkeiten!
Allan. Von welcher Seite?
Judith. Von der Seite, von der du sie am wenigstenerwartest!
Allan. Ich bin an Verdruß ziemlich gewöhnt, undhabe es nicht so angenehm im Leben gehabt . . . wassteht denn jetzt bevor?
Judith [gedankenvoll]. Du armer Junge! . . . Gibmir deine Hand!
Allan [reicht ihr die Hand].
Judith. Sieh mich an! ... Wagst du nicht michanzusehen? —
Allan [eilt nach links hinaus, um seine Bewegungzu verbergen].
Der Leutnant [aus dem Hintergrunde]. VerzeihenSie! Ich glaubte, der Volontär. . .
Judith. Hören Sie, Herr Leutnant; wollen Sie meinFreund und Vertrauter sein?
Der Leutnant. Wenn Fräulein mich beehren wollen ...
Judith. Ja! ... Ein einziges Wort! . .. VerlassenSie Allan nicht, wenn das Unglück kommt!
Der Leutnant. Welches Unglück?
Judith. Das werden Sie bald sehen; vielleicht heuteschon! . . . Lieben Sie Allan?
August Strindbergs Schritten: Totentanz. 8