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Totentanz
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Totentanz.

Kurt. Er würde komisch sein, wenn er nicht tragischwäre, und es sind Züge von Größe in all seiner Klein-lichkeit! Kannst du nicht ein einziges gutes Wort vonihm sagen?

Alice [setzt sich]. Doch! wenn er es nicht hört;denn wenn man ein aufmunterndes Wort sagt, wird erverrückt vor Hochmut!

Kurt. Er hört nichts! er hat Morphium bekommen!

Alice. In einem armen Hause mit vielen Geschwisternaufgewachsen, mußte Edgar früh die Familie durch Lek-tionen unterstützen, weil der Vater ein Bummler oder nochetwas schlimmeres war. Es ist freilich hart für einenJüngling, aller Freude der Jugend entsagen zu müssen,und für eine Schar undankbarer Kinder, die er nicht aufdie Welt gesetzt hat, wie ein Sklave zu arbeiten. Ichwar ein kleines Mädchen, wie ich ihn als Jüngling sah,ohne Überrock im Winter, bei fünfundzwanzig GradKälte . . . seine kleinen Schwestern hatten Düffelmäntel . . .es war hübsch, und ich bewunderte ihn, aber es grautemir vor seiner Häßlichkeit... Ist er nicht ungewöhnlichhäßlich?

Kurt. Ja, und seine Häßlichkeit kann etwas Scheuß-liches haben! Jedesmal, wenn wir Unfreunde wurden,merkte ich es am meisten; und wenn er dann abwesendwar, wuchs sein Bild, nahm ungeheure Formen und Maßean, und er spukte buchstäblich vor mir!

Alice. Dann denk an mich! . . . Seine erste Zeitals Offizier war freilich ein Martyrium. Aber er erhieltdann und wann Hilfe von reichen Leuten. Das wollteer niemals wahr haben, und alles, was er bekam, hater wie einen schuldigen Tribut angenommen, ohne zudanken!

Kurt. Wir wollten gut von ihm sprechen!

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