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30 Bilder zu Horazens Werken
Entstehung
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( 5 )genommenen Reizes dem Auge des fremden Wanderers bie-tet, möchte die vorliegende leicht einen der eisten Platzebehaupten. Kühn und gewaltig über einander gethürmteFelsenmassen, in die sonderbarsten Formen gestaltet; dunkleHöhlen und Schluchten, ausweichen, bald mehr bald wenigerin die Ferne hin sichtbar, Schaum und Wasserströme stür-zen; der Wasserstürze unaufhörliches, durch der FelsenklüfteWiederhat! verstärktes donnerähnliches Gelöse, mit einem,aus den Tiefen der Höhlen und dem Innern des erschüttertenund zitternden Gesteins hervorbrechenden dumpfen Gebrüllverbunden; dieses Felsengrauen jedoch mit der üppigsten,lieblichsten und überraschendsten \cgetation überkleidet, woneben dem Lorbeer, der Olive, der Kastanie, der Licinedie blühende Aloe sich aus dem Schluchtengrund erhebt; undüber diesem ganzen, alle Sinne gleichmässig erschütterndenschaurig-lieblichen Naturgemähide, wie von des AdlersSchwingen getragen, die alte weltberühmte Stadt, von derdie niedlichen , noch ziemlich wohl erhaltenen Tempel derSibvlla und Vesla am Rande der Abgründe gleichsam nur zuschweben scheinen : so rechtfertigt die Natur umher nochbis auf den beuligen Tag das Lob, was Roms classische alteDichter, über sie voreinst schon gesprochen, und das Ti-bur Sltpinum des Horaz findet noch jetzt eben so seine Be-gründung, als wie das Tibur superbum des Virgil. In derhöchst treuen und wahren Darstellung dieser Ansicht erblickenwir zuerst in der Tiefe des Vordergrundes den, nach man-cherlei Stürzen und Tosen in das Thal hinab gelangten Aniooder Teverone, den man auch, wegen der thalabwärts noch