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bendiger, als in irgend einem der vielen andern Todten-tänze von älterm oder jüngerm Datum, sein Wesen treibtund dem insbesondere des Malers entschieden protestan-tische Antipathie gegen das damalige katholische Pfaffen-thum die reichlichste Nahrung bot. Obwohl nicht vonso leidenschaftlicher Erbitterung gegen (\cn römischenKlerus, wie Nikolaus Manuela oben (S. 89) erwähnterBerner Todtentanz, durchdrungen J04 , mögen doch auchHolbein's Todesbilder zur Empfehlung und Verbreitungder Reformationsideen ihr nicht verächtliches Scherfleinbeigetragen haben 105 . In protestantischem Geiste, wennschon aller direkten Polemik und namentlich der durchdie Bilder so nahe gelegten poetischen Satire sich ent-haltend, sind auch die sie begleitenden moralischen Qua-trains des gelehrten Pariser Buchdruckers Gilles Corro-zet * 06 abgefasst, die in den lateinischen Ausgaben durchNachbildungen in lateinischen Tetrastichen von Luther'sSchwager, Georg A e m y 1 i u s 107 , ersetzt wurden. Dieascetischen Abhandlungen und Homjlien, die den Restdes Büchleins füllen 108 , sind kaum der Rede werth,
Die Originalschnitte des Holbein'schen Todtentanzeserschienen zuerst in vierzig nur auf einer Seite gedruck-ten Blättern mit deutschen Über - und Unterschriftenohne Ort und Jahreszahl, doch wie Massmann mit guten