Druckschrift 
Maurerisches Handbuch oder Darstellung aller in Frankreich üblichen Gebräuche der Maurerei worin die Ableitung u. Erklärung aller mysteriösen Worte u. Namen von allen Graden ... enth. sind ... : aus d. Franz. ; mit 32 Kupfertaf.
Entstehung
Seite
41
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41Herr, mein Gott! (hebr. מפם Adonai, Elohaï)Domine, Deus meus!) Das waren die Worte, welche dieMeister beim Anblick des ermordeten Hirams hören ließen.Nach diesem Ausruf läßt man beide Hände auf den Schurzherab fallen, und gibt dadurch sein Erstaunen und Erschreckenzu erkennen.Hülfzeichen.Sollte ein Meister in irgend einem Falle in Gefahr ge-rathen, so ruft er seine Brüder durch nachfolgendes Zeichenzu Hülfe. Man erhebt nämlich beide Hände vereint überden Kopf, den Handteller auswärts und spricht: Zur Hülfe,ihr Söhne der Witwe! (hebr. שפפפ שפם ein b'neal' manah, huc venite filii viduae!)Wird ein Meister gefragt was dieß bedeute, so antwor-tet er: Acacia ist mir bekannt.Berührung.4) Man nähert sich gegenseitig mit dem rechten Fußevon der innern Seite; 2) man berührt sich das rechte Knie;3) man nähert sich einander mit dem obern Körper; 4)man legt gegenseitig die linke. Hand auf die rechte Schulterdes Andern, um sich einander fester zu fassen und einer denandern anzuziehen; 5) man faßt sich wechselseitig bei derrechten Hand so daß die etwas gebogenen Finger eine Klauebilden, um den innern Handteller gleichsam zu umklam-mern. Dieß sind die fünf vollkommenen Punkte der Mau-rerei.Hierauf spricht man wechselseitig die drei Sylben, auswelchen das heilige Maurerwort besteht, aus.*) In der Geschichte der letztern Kriege kann man die rührend-sten Beispiele von maurerischer Bruderliebe auffinden, welcheselbst die verschiedensten Nationen zu unterdrücken nicht ver-mochten. Kaum hatte man, in der Hitze des Gefechts, beimVerfolgen des Sieges, dieses Zeichen bemerkt: so war derFeind entwaffnet; er beschützt das Leben seines Bruders, erunterstützt diesen, wenn er besiegt worden war.