schichte derselben, in ihre kanonischen Bücher Worte undSinnbilder der Maurerei aufgenommen haben; es war jaein zuverlässiges Mittel sich fortwährend zu verständigen,und alte Mysterien an neue anzuknüpfen. So wollte esdas Verhängniß der jüdischen Religion, daß aus ihr alleAnordnungen der katholischen Christenheit hervor gingen.Unstreitig aber sind seit langer Zeit schon, die ägyptischenMysterien dem Glauben und dem Cult der Hebräer ange-paßt worden; die Freimaurerei, welche wir nur bis auf dieEpoche der Kreuzzüge zurückführen, dürfte sich wohl bisauf noch entferntere Zeiten datiren; und in diesem Fallewäre die aufgeworfene Frage ganz gelöst, weil die Hebräerin ihren Büchern die Sinnbilder aufzusuchen hatten, mitdenen sie ihre Eingeweiheten vertraut zu machen wünsch-ten.Diejenigen nun, welche in der Folgezeit, für die Stu-fen der Einweihung Zusätze machten, durften nur das ersteThem verfolgen; ganz natürlich mußten sie nun aus der-selben Quelle schöpfen.Die gastfreien Ritter des h. Johannes zu Jerusalem,bekannt unter dem Namen der Tempelherren, oder ihreNachfolger, die Freimaurer, scheinen, wie wir schon behaup-teten, die Urheber der mehresten dieser Zusätze gewesen zuseyn. Wir würden meinen, daß diese Zusätze von den Tem-pelherren zu den Zeiten ihres größten Flores ersonnen wor-den sind, um sich von dem gemeinen Haufen der Einge-weiheten abzusondern, wenn wir nicht bemerkten, daß dieneuen Stufen der Einweihung fast alle die Lage des Or-dens nach seinem Falle zum Beweggrund haben.Es ist, wie man siehet, keinem Zweifel unterworfen,daß die Tempelherren, schon seit ihrer Stiftung, Eingewei-hete waren; wir glauben sogar mit Recht zu behaupten,daß Europa ihnen die Maurerei verdanke, und daß bloßihre geheimen Verständnisse den Vorwand liefern mußten,sie der Irreligion und des Atheismus anzuklagen und ih-nen ein so tragisches Ende zu bereiten. Alles bestätigetdiese Meinung.
Druckschrift
Maurerisches Handbuch oder Darstellung aller in Frankreich üblichen Gebräuche der Maurerei worin die Ableitung u. Erklärung aller mysteriösen Worte u. Namen von allen Graden ... enth. sind ... : aus d. Franz. ; mit 32 Kupfertaf.
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