473das Land war in ihrer Gewalt. Man kann nicht sagen, daßsie diese Gewalt mißbrauchten. Zwar war die Rede davon,daß Frankreich alle seit 200 Jahren gemachten unrechtmäßigenEroberungen*) wieder herausgeben sollte, allein man stand baldvon dieser Forderung ab. Dennoch kam es erst am 30. Nov.zu einem förmlichen Friedensschlusse mit Frankreich. Zwar hatteder Krieg der Verbündeten nur Napoleon, d. h. der Kaiser-Regierung gegolten, welche Europa nicht zugeben konnte undwollte, allein das Land hatte sich dieser Regierung so anhäng-lich gezeigt, daß es für den Krieg billigerweise mit verantwort-lich gemacht wurde und den Schadenersatz tragen mußte.Die Hauptfriedensbedingungen waren:1. Frankreich wird auf die Grenzen von 1790 zurückgeführt.Es tritt Landau an Baiern, Saarlouis an Preußen,Philippeville und Marienburg an die Niederlande und einigeLandschaften an die Schweiz und Savoyen ab.2. Die Festungswerke von Hüningen werden geschleift und im Um-kreise von 3 Stunden von Basel wird keine neue Festung erbaut3. Frankreich zahlt an die Verbündeten eine Kriegsentschädigungvon 700 Millionen Franken, binnen 5 Jahren.4. Es befriedigt alle rechtlich begründeten Ansprüche von Privat-Personen, die sich aus frühern Kriegen herschrieben.5. Ein Heer von 150,000 Mann der Verbündeten hält fürJahre lang den Landstrich von Condé nach Bitsch besetzt,und wird während der Zeit von Frankreich unterhaltenund besoldet. (Jährlich mit 50 Millionen.)Die von den Franzosen aus allen Theilen Europas zusammen-geraubten und nach Paris gebrachten Kunstschätze wurden aucherst jetzt zurückgefordert und genommen.) Das Elsaß, Lothringen u. s. w.
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